Wie geht es weiter mit dem Biomüll im Kreis?

24.06.2024

Mit der CDU neue Wege gehen

Tim Maas, Vorsitzender des Umweltschutzausschusses des Kreises Steinburg und Marko Förster, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, haben über die zukünftige Behandlung von Bioabfällen im Kreis Steinburg informiert. Eine gemeinsame Ausschreibung zur Errichtung einer Vergärungsanlage mit dem Kreis Dithmarschen und der Stadt Flensburg wurde bewusst abgelehnt. Hintergrund dieser Entscheidung sind die Ergebnisse einer Wirtschaftlichkeitsprüfung bezüglich des Angebotspreises, die im letzten Umweltschutzausschuss vorgestellt wurden.

Die Wirtschaftlichkeitsprüfung ergab, dass die  zu erwartenden Ergebnisse der gemeinsamen Ausschreibung, zur Errichtung einer gemeinsamen Anlage, zu erheblichen Kostensteigerungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher geführt hätten. "Diese Ergebnisse haben unsere Erwartungen nicht erfüllt", erläuterte Tim Maas. "Im Sinne der Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler sehen wir es als sinnvoll an, unsere jährliche Menge von etwa 13.500 Tonnen Biomüll separat auszuschreiben."

Durch diese Entscheidung erhoffen sich die Verantwortlichen, von den derzeitigen großen Veränderungen im Bereich der Bioabfallbehandlung zu profitieren. "Wir erleben momentan erhebliche Entwicklungen in der Biomüllbehandlung", so Marko Förster. "Mit einer kurzen Vertragslaufzeit können wir sicherstellen, dass wir flexibel bleiben und neue, effizientere Methoden mittelfristig einbeziehen können. Dies wird letztendlich auch für die Menschen im Kreis Steinburg dazu führen, dass die Gebühren stabil bleiben." Das vorgesehene Modell mit dem Kreis Dithmarschen und der Stadt Flensburg hätte den Kreis Steinburg langfristig an die Vergärung gebunden und wäre aus Sicht der Verantwortlichen deutlich teurer gewesen als die separate Ausschreibung der Mengen. "Durch eine separate Ausschreibung können wir auf Marktveränderungen schneller reagieren und somit effizientere und kostengünstigere Lösungen finden, auch wenn natürlich der Preis, den wir aktuell für unsere Biomengen bezahlen nicht haltbar sein wird. Dazu informierten wir uns auch deutschlandweit in anderen Kreisen", betonte Förster.

"Es finden gerade große Veränderungen in der Biomüllbehandlung statt", fügte Maas hinzu. "Wir sind optimistisch, dass wir durch diese Flexibilität nicht nur die Vergärung, sondern auch andere innovative Methoden mittelfristig zusätzlich integrieren können, die wirtschaftlicher und noch nachhaltiger sind."
"Wir sind wir frohen Mutes und freuen uns auf zahlreiche Angebote für unsere Biomüllmengen im nächsten Jahr", so Maas und Förster abschließend.