Störgespräch mit Jaris Paulsen von der Jungen Union

16.04.2020
Interview

Corona, Hochschule, Einkaufshelden, Sport

In der aktuellen Ausgabe des Störgesprächs spricht Marko Förster mit dem Jaris Paulsen von der Jungen Union. Der 20-jährige Oldendorfer studiert an der Nordakademie Elmshorn Wirtschaftsingenieurwesen, ist leidenschaftlicher Sportler, seit letztem Sommer CDU-Mitglied und kauft in der Coronakrise für Risikogruppen ein.


Marko Förster (Red.): Vielen Dank, dass du mir für ein Kurzinterview zur Verfügung stehst.  du bist Student an der Nordakademie in Elmshorn. Dort studierst du Wirtschaftsingenieurwesen und bist aktuell in einem Praxisteil. Demnächst geht es mit dem nächsten Theorieteil weiter. Wie handhabt ihr das an der Hochschule?

Jaris Paulsen (JP): Aktuell bin ich in der Praxisphase, also im Betrieb, im Homeoffice. Ab nächster Woche beginnt das Sommersemester und es ist geplant auf Onlinevorlesungen umzustellen. Dies wird erstmal bis Ende April online über Zoom so weitergehen. Damit habe ich noch keine Erfahrungen, lasse es aber auf mich zukommen. Der Umstieg auf Präsenzveranstaltungen soll dann so schnell wie möglich erfolgen.

Red.: Ich habe gehört, du bist ein Teil der Einkaufshelden im Kreis Steinburg. Die Junge Union hat ja die Aktion „Einkaufshelden“ ins Leben gerufen – was ist das? Was sind Einkaufshelden?

JP: Die Einkaufshelden sind eine Initiative der Jungen Union. Es geht darum das Coronavirus einzudämmen. Wir als junge und gesunde Menschen wollen für ältere oder vorerkrankte Menschen einkaufen gehen und stellen ihnen dann die Einkäufe vor die Tür.

Red.: Du bist aktuell dort auch im Dienst. Wie läuft es konkret ab, wenn Du als Einkaufsheld unterstützt?

JP: Ich hatte schon mehrere Einsätze als Einkaufsheld. Meistens läuft es so ab, dass ich vorab mit der Person telefoniere und wir Adresse und Übergabe besprechen. Meistens ist es so, dass ich das Geld und die Einkaufsliste in einem Umschlag bekomme. Dabei spricht man mit Abstand mit der Person kurz Details ab, sodass das Ansteckungsrisiko minimiert ist.

Red.: Vielen Dank, dass Du hilfst. Wer diesbezüglich im Kreis Steinburg Hilfe braucht, kann sich gern bei der CDU unter 04821900830 melden. Und Du erwähntest gerade Abstand. Abstand ist in dieser Situation etwas ganz Wichtiges. Du bist selbst Sportler und hast einen großen Freundeskreis, auch in der Jungen Union. Wie hältst Du Kontakt in Zeiten von Corona?

JP: Ich selbst spiele Fußball und Tennis und gehe ins Fitnessstudio. Am Anfang dachte man, dass es mit Geisterspielen schon sehr heftig sei, aber es hat sich ja immer mehr gezeigt, dass das erst der Anfang war. Beim Fußball handhaben wir das so, dass wir uns regelmäßig zu unserer Trainingszeit per Skype treffen. Auf einer Videoplattform spielt dann unser Trainer ein Workout ab und wir können dann zuhause die Übungen nachmachen. Somit versuchen wir unsere regelmäßigen Trainingstermine aufrecht zu halten und das Nette daran ist, dass wir dann meist im Anschluss noch ein Getränk zusammen trinken und miteinander schnacken.

Red.: Du bist letzten Sommer in die CDU eingetreten. Was hat dich dazu bewogen? Wie kommt ein junger Mensch mit Anfang 20 dazu zu sagen - die CDU, das ist genau meins.

JP: Für mich stehen JU und CDU für Sicherheit und Bodenständigkeit und ich habe mich relativ früh in der Parteienlandschaft für die JU entschieden. Die Mitgliedschaft in der CDU ist für mich der logische nächste Schritt. Ich will mich für die Zukunft, die mich auch selbst betrifft, engagieren. Warum ich das mache? Wir alle teilen Grundüberzeugungen in der Partei und Dinge, die mir nicht gefallen, sind für mich ein Motor, mich noch stärker zu engagieren. Da wir alle jedoch für die gleichen Grundüberzeugungen einstehen, sind Meinungsverschiedenheiten wichtig, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Red.: Da hast Du völlig recht, der Diskurs muss immer stattfinden, auch in der Partei. Gibt es noch etwas, das Du den Lesern/Hörern mitgeben willst?

JP: Danke für das Interview. Was ich gern den Menschen mitgeben möchte, ist, dass sie gerade jetzt in dieser Zeit versuchen sollen, mit der Familie Kontakt zu halten. Dabei soll man gern die sozialen Netzwerke nutzen und ich rate jedem mit offenen Augen durch das Leben zu laufen und zu schauen, welche Dinge, welche sich jetzt entwickeln auch nach Corona noch nutzen kann.