Die CDU-Kreistagsfraktion Steinburg spricht sich dafür aus, die dem Kreis Steinburg zufließenden 33,06 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes vorrangig für den Neubau der Ausbildungsstätte für soziale Berufe, u.a. Sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten (SPA) am Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) einzusetzen.
Seit Jahren wird im Kreis über die unzureichenden räumlichen Bedingungen für die Ausbildung von sozialpädagogischen Berufen diskutiert. Die bestehenden Räumlichkeiten am Lübschen Kamp sind den heutigen Anforderungen an eine moderne berufliche Ausbildung längst nicht mehr gewachsen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften für die Kindertagesstätten kontinuierlich an. Umso dringlicher ist es, die seit Langem geplante Lösung nun endlich umzusetzen.
„Mit dem Neubau schaffen wir moderne Ausbildungsbedingungen für einen Beruf, der für unsere Gesellschaft von zentraler Bedeutung ist. Wer in die Ausbildung von sozialpädagogischen Berufen investiert, investiert unmittelbar in die Zukunft unserer Kinder und Familien“, erklärt Olaf Stahl, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Steinburg.
Nach Auffassung der CDU bietet sich nun die einmalige Gelegenheit, ein lange vorbereitetes Projekt endlich umzusetzen. Die Planungen sind weit fortgeschritten, Baureife liegt bereits vor. Gescheitert ist die Umsetzung bislang im Wesentlichen an der fehlenden Finanzierung sowie an noch offenen Fragen hinsichtlich der notwendigen Stellplätze.
Mit den nun bereitstehenden Mitteln aus dem Infrastruktur-Sondervermögen ist die finanzielle Grundlage vorhanden. Deshalb fordert die CDU-Kreistagsfraktion die Kreisverwaltung auf, gemeinsam mit der Stadt Itzehoe schnellstmöglich die noch bestehende aufschiebende Bedingung zu beseitigen und eine Lösung für die Parkplatzsituation zu finden.
„Es darf nicht sein, dass ein dringend benötigtes Bildungsprojekt weiter auf der Stelle tritt, obwohl die Planungen abgeschlossen sind und nun auch die Finanzierung gesichert werden kann. Kreis und Stadt müssen jetzt gemeinsam handeln, damit endlich gebaut werden kann“, so Stahl.
Der Neubau stärkt nicht nur den Bildungsstandort Steinburg, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der frühkindlichen Bildung. Mehr und bessere Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort helfen dabei, dringend benötigte Fachkräfte für die Kindertagesstätten im Kreis auszubilden und langfristig in der Region zu halten.
Die CDU-Kreistagsfraktion wird einen entsprechenden Antrag in die politischen Beratungen einbringen und lädt die übrigen Fraktionen ausdrücklich ein, diesen Antrag gemeinsam mitzutragen oder bereits im Vorfeld gemeinsam einzubringen. Bei einem Projekt dieser Bedeutung für den Bildungsstandort Steinburg und die Ausbildung künftiger Fachkräfte wäre ein breites politisches Signal ein starkes Zeichen für die Menschen im Kreis.
„Seit Jahren sprechen wir über die unzureichenden Ausbildungsbedingungen und die Notwendigkeit eines Neubaus. Es liegt Baureife vor, jetzt stehen die finanziellen Mittel zur Verfügung und nun muss auch die letzte offene Frage geklärt werden. Wir laden alle Fraktionen ein, diesen Antrag gemeinsam mit uns auf den Weg zu bringen und damit ein klares Signal zu senden: Der Kreis Steinburg ist bereit zu bauen. Wer Fachkräfte sichern, Kitas stärken und Zukunft gestalten will, darf diese Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen“, erklärt Marko Förster, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Steinburg.

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