In der Diskussion um die Ermäßigung für Familien bei Kosten für die Kinderbetreuung im Kreis Steinburg erklärt der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Marko Förster: "Im Zuge der Haushaltskonsolidierung für das Jahr 2027 plant die Bundesregierung Kürzungen im Etat des Bundesfamilienministeriums, wobei eine Summe von rund 500 Millionen Euro eingespart werden soll. Manche Überlegungen in Berlin führen zu neuen Bewertungen hier im Kreis Steinburg - so auch diese frische Ankündigung. Wir habe uns daraufhin in unserer Fraktionssitzung am 26. Mai beraten und entschieden, im Bezug auf die Elternbeiträge bei der Kinderbetreuung alles beim Alten zu lassen - Keine Mehrkosten für Familien bei der Kinderbetreuung in Kita/Kindertagespflege und Schule. Für unsere Familien. Für unsere Zukunft.
Familie ist für uns kein Auslaufmodell. Familie ist das Fundament unserer Gesellschaft.
Trotzdem erleben viele Eltern seit Monaten immer wieder das Gleiche: Mehr Belastungen. Mehr Unsicherheit. Debatten um das Ehegattensplitting. Diskussionen über Kürzungen beim Elterngeld. Einschränkungen bei der Familienversicherung. Immer neue Ideen aus Berlin, die am Ende vor allem diejenigen treffen, die jeden Morgen früh aufstehen, ihre Kinder in Schule und Kindergarten bringen, arbeiten gehen, Verantwortung übernehmen und dieses Land am Laufen halten.
Bei uns im Kreis Steinburg steht eine wichtige Entscheidung an. Bisher gilt: Wer mehrere Kinder in Betreuung hat, wird entlastet. Das erste Kind zahlt voll, das zweite nur die Hälfte, ab dem dritten wird kein Beitrag mehr fällig – unabhängig davon, ob die Kinder nachmittags in der Grundschule oder im Kindergarten betreut werden. Das Land Schleswig-Holstein hat nun empfohlen, diese Bereiche voneinander zu trennen. Das hätte bedeutet: Die Entlastung beginnt jeweils wieder von vorne. Und für viele Familien, gerade für Familien mit mehreren Kindern, hätte das deutlich höhere Kosten für die Betreuung ihrer Kinder bedeutet.
Für den Kreishaushalt hätte das jährlich Einsparungen von über 350.000 Euro gebracht.
Und ja – auch wir als CDU Steinburg haben diesen Weg forciert.
Aber Politik bedeutet auch, Entwicklungen neu zu bewerten. Und wir sagen heute ganz klar: Wenn in Berlin immer wieder am Fundament von Familien gerüttelt wird, wenn Eltern immer neue Belastungen zugemutet werden, wollen wir diesen Weg vor Ort so nicht mitgehen. Denn wenn wir den demografischen Wandel wirklich ernst nehmen, dann können wir nicht ständig davon reden, wie wichtig Familien für unser Land sind – und sie am Ende immer wieder mehrfach belasten. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die bisherigen Ermäßigungen bleiben, wie sie sind. Wir werden Gegenfinanzierungsvorschläge vorlegen, um diese 350.000 Euro zu kompensieren.
Das ist ein Signal. Das sind wir den Steinburgerinnen und Steinburgern schuldig. Und das sind wir auch den zukünftigen Generationen schuldig. Familien brauchen Verlässlichkeit, Respekt und politische Entscheidungen, die zeigen: Ihr seid nicht das Problem. Ihr seid das Rückgrat dieses Landes. Und wenn der Bund das nicht mehr hinbekommt, dann sorgen wir wenigstens hier im Kreis Steinburg dafür. Für unsere Familien. Für unsere Zukunft.“

Empfehlen Sie uns!