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Ministerpräsident bleibt keine Antwort schuldig
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08.02.08
 
Gesprächsrunde mit Jugendlichen im Rundschau-Haus am Itzehoer Sandberg. <i>Foto: Ruff</i>
Gesprächsrunde mit Jugendlichen im Rundschau-Haus am Itzehoer Sandberg. Foto: Ruff
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, rg) Morgens Wewelsflether Peterswerft, mittags High Tech bei Vishay Siliconix in Itzehoe, eine Stippvisite auf Schloss Breitenburg, dann der Kindergarten "IzzKizz" in Itzehoe und abends Kreisparteitag in Glückstadt. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen absolvierte gestern eine "Tour de Steinburg".

Zwischendurch stand er im Rundschau-Haus am Itzehoer Sandberg vier jungen Erstwählern Rede und Antwort, die unsere Zeitung zum offenen Gespräch mit dem Regierungschef eingeladen hatte. Dabei ging Peter Harry Carstensen ausführlich auf die Fragen ein – genoss offensichtlich das Treffen mit den jungen Leuten: Alexandra Lührs (19) aus Itzehoe, Auszubildende, Tore Sebastian Bohn (17) aus Hohenlockstedt und Laura Weidlich (18) aus Itzehoe, beide Gymnasiasten, sowie Realschülerin Britt Hildebrandt (15) aus Hennstedt.

Sie sprachen mit dem Ministerpräsidenten über dessen Weg in die Politik, fragten nach dem, was er verändern wolle. Peter Harry Carstensen gab bereitwillig Auskunft. 1971 sei er in die CDU eingetreten, "ohne großen politischen Anlass". Aktiv sei er erst geworden, als es um die Diskussion eines für ihn wichtigen Problems ging. "Der zweite Schritt ist dann, sich selbst mit dem Problem auseinander zu setzen." Und der dritte Schritt, "erleben, dass man Erfolg haben kann". Durch seine politische Arbeit vor Ort – auf Nordstrand – sei er wohl aufgefallen. Und dann ging die Politikerkarriere steil nach oben – vom Bundestagsabgeordneten bis zum Ministerpräsidenten. Wobei Carstensen betonte: "Ich habe mich nie um ein Amt beworben, ich bin immer gefragt worden." Inwiefern er denn zugunsten der großen Koalition auf das Amt verzichten würde? "Ich bin nicht einer, der an seinem Amt hängt", erwiderte Carstensen, gab aber zu: "Ich bin gerne Ministerpräsident." Und nach kurzer Überlegung ergänzte er: "Ich glaube nicht, dass ich unter allen Bedingungen an dem Amt hängen würde."

Ein Lächeln schwang mit, als er dann die Antwort auf die Frage, was er verändern würde, gab. Angesichts des "starken Koalitionspartners" SPD wisse er, dass er bestimmte Diskussionen gar nicht anzufangen brauche, weil er die nicht durchsetzen könne. Themen: Uni-Klinik, Kernkraft und Studiengebühren. Laura Weidlich hakte trotzdem nach, ob sie in Zukunft Studiengebühren zu erwarten habe. In dieser Legislaturperiode nicht, aber sollte danach die CDU die Mehrheitsregierung bilden, zeichnete Carstensen ein klares Bild: Studiengebühren sollten eingeführt werden und den Universitäten zur Verfügung stehen, um eine Verbesserung der Studiensituation zu schaffen.

In puncto Koalitionsleistung wies der Ministerpräsident allerdings auch auf positive politische Zusammenarbeit hin: "Was wir gemeinsam meistern können, ist die Haushaltslage", zeigte sich der Ministerpräsident überzeugt. Die Koalition habe schon viel erreicht. Carstensen nannte die Änderung von Naturschutzgesetz und Schulgesetz als positive Beispiele. Letzteres griffen die Jugendlichen Fragen auf. Stichwort: "Profiloberstufe". Das Ziel sei breitere Allgemeinbildung, bessere Anbindung an Universität und Beruf.

Und dann galt es, auf gesellschaftspolitische Fragen Antworten zu finden. Beispielsweise, wie die Jugend-Gewalt in den Griff zu kriegen sei. Wichtig sei Prävention und Schaffung von Alternativen – auch auf dem Lande. Zudem müsse ein "richtiges Maß zwischen Strafe und Erziehung" gefunden werden. Mit Betrachtungen zum sozialen Gefälle – "Ich freue über jeden Millionär in Schleswig-Holstein", dennoch gehe es darum "auch Teilhabe zu organisieren, keinen hängen zu lassen" – endete die Gesprächsrunde. Der Ministerpräsident verabschiedete sich Richtung Glückstadt. Ilke Rosenburg (sh:z)

Mark Helfrich MdB
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Hans-Jörn Arp MdL
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Heiner Rickers MdL
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CDU Schleswig-Holstein
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