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Neue Ideen für Hochwasserschutz
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29.06.15
 
Ortstermin an der Bramau: Max Granzow, Mark Helfrich, Holger Licht, Heiner Rickers, Jürgen Rebien und Günther Biehl. Foto: Tietje-Räther
Ortstermin an der Bramau: Max Granzow, Mark Helfrich, Holger Licht, Heiner Rickers, Jürgen Rebien und Günther Biehl. Foto: Tietje-Räther
(Quelle: sh:z, Gisela Tietje-Räther) Weihnachten 2014? In der Bramaugemeinde wird dieses Datum wegen eines Rekord-Hochwassers Geschichte schreiben. Nach tagelangem Starkregen trat der kleine Fluss über die Ufer. Knapp hielt der Deich im Ortsteil Stellau den Wassermassen stand. Von „nie erreichten Höchstständen“, sprach Bürgermeister Günther Biehl.

Ein solch dramatisches Ereignis will das Dorf nicht noch einmal erleben. „Es muss etwas passieren“, sagt auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich. Der Politiker weiß, wovon er spricht. Seinerzeit nach Wrist geeilt, hatte er das Geschehen miterlebt. Die Bilder von Angst und Schrecken der Betroffenen, der enorme Einsatz der ehrenamtlichen Hilfskräfte, aber auch die verbesserungswürdige Kommunikation der zuständigen Behörden auf Kreis- und Landesebene blieben ihm im Gedächtnis haften. „Ich habe mich seither intensiv mit dem Thema beschäftigt“, sagt Helfrich. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Heiner Rickers, Bürgermeister Biehl, Leiter der Ordnungsbehörde, Jürgen Rebien sowie Holger Licht, Vorsteher des zuständigen Wasser- und Bodenverbands, und dem streitbaren Bürger Max Granzow stand Helfrich jetzt erneut am Bramauufer.

Viel passiert ist inzwischen nicht. Nur, dass die Gemeinde nun einen eigenen Arbeitskreis Hochwasser hat. Ob das bei der nächsten Flut etwas nützt, wurde bezweifelt. Zumal die Bürger sich zuweilen als Spielball der jeweiligen Landespolitik fühlen. Politiker nicht ausgenommen: Rickers, neben seinem Landtagsmandat Bürgermeister der Gemeinde Oeschebüttel und Stör-Anrainer, bekommt nach eigenen Worten derzeit keine Einladungen zu relevanten „runden Tischen“ oder wird kurzerhand ausgeladen.

Dennoch brachten die CDU-Vertreter neue Ideen mit nach Wrist. Unter anderem die Ergebnisse von Gesprächen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt in Hamburg und einem Blick über den Knick in den Kreis Segeberg. „Wir sollten Segeberg einen Besuch abstatten“, sagte Rickers. Als „Denkmodell“ präsentierte er das dortige Vorgehen, selbst Verantwortung zu übernehmen. „Dort pflegt eine Strommeisterei einen Traveabschnitt.“ Funktionieren könnte das Modell auch vor Ort, meinten Biehl und Licht. „Wenn Flussabschnitte in einem ordentlichen Zustand übergeben und die Kosten übernommen würden, wäre dies eine praktische Lösung“, so der Bürgermeister. Denn Menschen, die seit vielen Jahren mit den Eigenheiten des Flusses vertraut seien, könnten vor Ort zügiger beschließen und agieren, als überörtliche Behörden mit langen Entscheidungswegen.

Helfrich brachte zudem das Thema Haftungsgemeinschaften zur Sprache. Bei einer finanziellen Beteiligung aller Flussanrainer (gilt auch für die Stör), hätten auch alle ein Interesse, günstige Lösungen zu finden. Seiner Meinung nach brächte eine Verantwortungsgemeinschaft mit einem klar definierten Verteilungsmaßstab sowohl im präventiven Hochwasserschutz als auch im konkreten Notfall Vorteile.

Eine vorausschauende Gefahrenabwehr wünschte sich auch Rebien: „Bislang tritt die Gefahrenabwehr ein, wenn die Gefahr da ist.“ In die gleiche Kerbe hätten die Wrister bei der Übergabe von 2300 Unterschriften in Kiel geschlagen, unterstrich Biehl. Der Umweltminister habe damals Verständnis geäußert. „Vier Wochen später erfolgte die Kehrtwende.“ Neuigkeiten gab es auch in Sachen „Sandbank“ und damit verbunden vielfach geforderten Ausbaggerung des entsprechenden Störabschnitts in Wittenbergen. Der Politikerbesuch beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Hamburg ergab: Die Fachleute sind bereit, ihr Know-How einzubringen. Und sie haben keine Einwände gegen eine technische Ausbaggerung durch Dritte im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. „Die Kosten wurden auf 500 000 Euro geschätzt“, so Helfrich. Der aktuellen Aussage, dass der Bagger-Effekt auf das Hochwasser sich im Bereich von einem bis vier Millimeter belaufen soll, mochte am Küchentisch von Günther Biehl niemand Glauben schenken. Die Runde rechnet vielmehr mit einer Pegelsenkung im zweistelligen Zentimeterbereich. Der nächste Ortstermin soll in Wittenbergen verabredet werden. „Dann sehen wir uns den Unterwasserwall an oder machen Party auf der Sandbank.“
Gisela Tietje-Räther (Norddeutsche Rundschau)

Mark Helfrich MdB
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Hans-Jörn Arp MdL
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Heiner Rickers MdL
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