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ISIT: Erfolgreich trotz einiger Hindernisse
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13.08.14
 
Mit Schuhhülle auf Besichtigungstour (v. li.): Mark Helfrich, Peter Labendowicz, Heinz Köhnke, Dr. Peter Merz, Prof. Holger Kapels, Heiner Rickers, Reimer Böge und Prof. Ralf Dudde. <i>Foto: SH:Z</i>
Mit Schuhhülle auf Besichtigungstour (v. li.): Mark Helfrich, Peter Labendowicz, Heinz Köhnke, Dr. Peter Merz, Prof. Holger Kapels, Heiner Rickers, Reimer Böge und Prof. Ralf Dudde. Foto: SH:Z
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, kgo) Halbleiter, Wafer, Biochips – die Welt im Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT ist eine hochtechnische. Der Itzehoer Standort ist eine der europaweit modernsten Forschungseinrichtungen für Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik. Was sich dahinter verbirgt, welche Pläne es gibt und wo Probleme liegen, erfuhren Reimer Böge, Europaabgeordneter und Landesvorsitzender der CDU, sowie weitere Christdemokraten aus Stadt und Kreis jetzt bei einem Besuch.

Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Benecke spannte den Bogen aus der Forschung zum Alltag: „Wenn Sie ein Smartphone aufschrauben, werden Sie in fast jedem Gerät Teile finden, die etwas mit dem Standort Itzehoe zu tun haben.“ 195 Mitarbeiter arbeiten dort, durch den neuen Reinraum werden in den nächsten fünf Jahren 20 bis 30 neue dazu kommen. Für weitere 600 Mitarbeiter sorgen Kooperationspartner. Dazu gehört auch die X-Fab MEMS Foundry, die Geschäftsführer Dr. Peter Merz vorstellte. Viele Entwickler designen Produkte, haben aber keine Produktionsmöglichkeiten, X-Fab übernimmt dann die Herstellung. „Wir sind Auftragsfertiger.“ Die Kunden sitzen in aller Welt.

Das ISIT hat Außenstellen in Hamburg, an der Kieler Universität und der Heider Fachhochschule. Und auch in der Zukunft wird es nicht an Aufgaben mangeln: Gerade der Bereich Sensorik wachse stetig, erklärte Benecke. „Das ISIT ist für diese Entwicklung gut aufgestellt.“ Der Fachkräftemangel sei noch nicht zu spüren – auch wenn eine noch bessere Anbindung an Hamburg, etwa durch einen HVV-Beitritt, die Möglichkeiten noch verbessern würde.

Dass es in Itzehoe keine Hochschule gibt, sei ein Standort-Defizit, das man durch Kooperationen ausgleiche. Doch gerade für kleinere Projektarbeiten und die alltägliche Zusammenarbeit seien die Studenten zu weit weg. Ein Gästehaus, in dem sie untergebracht werden könnten, steht deshalb ganz oben auf Beneckes Wunschliste. Ansonsten stehe nicht unbedingt die Erweiterung im Mittelpunkt, sondern „das Halten von Know-how am Standort“.

Das Jahresbudget des ISIT liegt bei 23,6 Millionen Euro, von denen zwei Drittel über Projekte eingeworben werden müssen. Die Förderung durch EU-Mittel ist im Vergleich dazu verschwindend gering. „Sie nimmt stetig ab“, bedauerte Benecke. Er sähe es gerne anders, doch die Rahmenbedingungen seien „nicht wirklich hilfreich“: Der Aufwand für die Antragstellung sei enorm hoch, der Trend gehe zu sehr großen Projekten, die Bewilligungsquote sei gering. Und insbesondere die hohen Sach- und Betriebskosten würden nicht abgedeckt: „Wir müssen bei jedem Projekt draufzahlen.“ Mehr Fördermöglichkeiten, gerade auch für aufstrebende neue Unternehmen, würde sich auch Peter Merz wünschen. „Es fehlt in Europa die Start-up-Mentalität.“

Pläne einer weiteren Kooperation stellte Prof. Dr. Holger Kapels vor: Er wird Leiter des Anwendungszentrums Leistungselektronik für regenerative Energiesysteme, das im Oktober an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg startet. Ziel sei es unter anderem, „den Nachwuchs auszubilden, der auch den Weg nach Itzehoe finden soll“. Außerdem werde an der Bewerbung als Modellregion im Projekt „Schaufenster Intelligente Energie“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gearbeitet. Es sei ein Konsortium aus Schleswig-Holstein und Hamburg gebildet worden, verschiedene Unternehmen auch aus der Region wollen mitmachen. „Wir sind sehr aktiv“, sagte Kapels. „Wir wollen dieses Projekt hier her holen.“ Das hörten die Politiker gerne – und sagten Hilfe zu.
kgo (sh:z)

Mark Helfrich MdB
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Hans-Jörn Arp MdL
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Heiner Rickers MdL
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CDU Schleswig-Holstein
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