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Helfrich ist in Berlin angekommen
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16.11.13
 
Vor einer Sitzung der CDU-Bundestagsfraktion: der Dägelinger Abgeordnete Mark Helfrich. <i>Foto: sh:z</i>
Vor einer Sitzung der CDU-Bundestagsfraktion: der Dägelinger Abgeordnete Mark Helfrich. Foto: sh:z
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, vm) Junger Bundestagsabgeordneter aus Dägeling bezog Wohnung und Büro, stellte drei Mitarbeiterinnen ein und ist nun voll im politischen Einsatz.

Eine kleine Wohnung im Stadtzentrum ist angemietet, drei Mitarbeiterinnen sind engagiert, und die ersten Formalitäten sind abgearbeitet. Mark Helfrich ist in Berlin angekommen. Am 22. September wurde der junge Dägelinger erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt. Mit einem Direktmandat für den Wahlkreis Steinburg, Dithmarschen-Süd und Segeberg-West. Nach dem schlechten Abschneiden der übrigen Kandidaten und dem Ausscheiden des langjährigen Wahlkreis-Statthalters aus den Reihen der FDP, Jürgen Koppelin, vertritt der Christdemokrat jetzt als Einziger die Belange der Region in der Bundeshauptstadt. Helfrich hat kein Problem damit. Er versteht sich ohnehin als Abgeordneter für alle Menschen in seinem Wahlkreis.

In den politischen Betrieb konnte Mark Helfrich erstmals zwei Tage nach dem Wahltermin hineinschnuppern. Am 24. September bezog er ein Hotelzimmer, stellte sich bei der CDU-Landesgruppe vor, gemeinsam marschierten alte und neue Abgeordnete dann zum Reichstagsgebäude. „Und dann gab es schon die erste Fraktionssitzung.“

Nächste Station: Info-Stände für die Abgeordneten. Hier nahm Helfrich vorläufige Ausweise in Empfang, bekam Zutrittsberechtigungen und ein Notebook sowie ein Paket mit Verhaltensregeln und Geschäftsordnung für den Bundestag. Ob er auch schon seinen Platz im Plenarsaal hat ? „Hier herrscht das Mallorca-Prinzip“, klärt der Dägelinger auf. Will sagen: Wer im Plenum als erster ein Handtuch auf einen Sitzplatz wirft, hat gewonnen. Reserviert sind nur die allerersten Reihen – für die prominenten Gesichter. Dahinter herrscht im Rahmen der Kontingente für die jeweiligen Fraktionen freie Auswahl. Traditionell säßen aber die Abgeordneten aus Schleswig-Holstein zusammen – zumeist übrigens in enger Nachbarschaft zu den Kolleginnen und Kollegen aus Baden Württemberg. „Am 22. Oktober um 11 Uhr war ich mit dem Ertönen eines Gongs dann auch ganz offiziell Abgeordneter des Deutschen Bundestages.“

Einen guten ersten Eindruck nimmt Helfrich auch von den meist wöchentlichen Fraktionssitzungen mit. „Das läuft ganz entspannt, fast schon familiär ab.“ Sein Eindruck: Die Fraktionsspitze mit Volker Kauder lege großen Wert darauf, den Abgeordneten Raum zur Entfaltung zu geben.

Parallel zu den ersten politischen Gehversuchen musste Helfrich auch organisatorisch in Berlin Fuß fassen. Er bezog sein Abgeordnetenbüro und stellte aus rund 150 Bewerbungen drei Damen ein, die ihm nun zuarbeiten werden. „Da habe ich eine gute Mischung“, findet der 35-Jährige. Eine Mitarbeiterin habe schon für Dietrich Austermann gearbeitet, eine zweite habe er von der ausgeschiedenen FDP-Fraktion übernommen und die dritte sei eine Juristin, die bislang nichts mit Politik am Hut gehabt habe.

Während Mark Helfrich sich noch seinen Platz im politischen Betrieb suchen muss, laufen die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD auf Hochtouren. Nähere Informationen bekommt auch er zunächst einmal meist nur aus den Medien mit. Ob am Ende ein Vertrag stehen wird ? „Gefühlsmäßig ja, die wesentlichen Akteure kennen sich ja auch seit langem“, meint Helfrich. Ein Knackpunkt für ihn sei die Verwendung der Steuergelder. „Das Ziel, 2014/15 keine neuen Schulden mehr machen zu wollen, wäre ein Punkt, den ich nicht opfern könnte.“ Stattdessen plädiert Helfrich für mehr Steuergerechtigkeit. „Man müsste deutlich mehr Steuerprüfer einsetzen“, findet der Christdemokrat, um gleich bedauernd einzuschränken, dass dieses Thema ja Ländersache sei.

Eine klare Haltung vertritt er beim Mindestlohn. Generell, so seine Beobachtung, gebe es hier einen „großen gesellschaftlichen Konsens“. Allerdings dürften die Ergebnisse nicht für alle Zeiten fest zementiert werden. Und die Pkw-Maut ? „Ich bin in einem Land groß geworden, wo man sich ohne Wegezoll bewegen konnte“, ist Helfrich davon kein großer Freund. Auch habe er bislang noch kein Modell erkennen können, dass „ohne Verwerfungen hinzukriegen ist“. Wie die Koalitionsverhandlungen zu diesen Punkten ausfallen, wird aber auch Helfrich wohl zunächst einmal aus den Nachrichten erfahren.

Dennoch empfindet er die ersten Wochen als neuer Abgeordneter als „aufregend und spannend“. Man lerne sehr viele interessante Menschen und Themen kennen. Auch sein Wahlkreis sei an seiner Arbeit sehr interessiert. „Da bin ich schon als Bundestagsabgeordneter anerkannt und gefragt.“

Mittwoch in Berlin, die Nacht in der kleinen Wohnung am Berliner Landwehrkanal, Donnerstag Fraktionssitzung, an diesem Wochenende vielleicht Deutschlandtag der Jungen Union in Erfurt. Über einen leeren Terminkalender kann Mark Helfrich schon jetzt nicht klagen. Da bleibt auch kaum noch Zeit für eine Mitarbeit im Steinburger Kreistag. Zum Monatsende will der Dägelinger denn auch sein Mandat für das Kreishaus abgeben. Für ihn rückt voraussichtlich der Glückstädter Dr. Hans-Georg Helm nach, der wohl auch nahtlos die Aufgabe als wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion übernehmen wird.

Spannend bleibt für Mark Helfrich nun die Frage, in welchen Ausschüssen er mitarbeiten kann. Die Besetzungen stehen wegen der Koalitionsgespräche noch aus. Fakt ist aber schon jetzt, dass er sich nicht mehr in die Riege der jungen Bundestagsabgeordneten einreihen kann. Mit 35 Jahren hat Helfrich die inoffizielle Altersgrenze dafür um wenige Wochen überschritten.
Volker Mehmel (sh:z)

Mark Helfrich MdB
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