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Die Antwort auf den demografischen Knick
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30.01.07
 
Susanne Herold und der KPV-Vorsitzende Jörgen Heuberger.
Susanne Herold und der KPV-Vorsitzende Jörgen Heuberger.
Das neue Schulgesetz sorgte im Kieler Parlament für kontroverse Diskussionen - über die Ergebnisse berichtet die Landtagsabgeordnete Susanne Herold bei einer Veranstaltung in Itzehoe, zu der die Kommunalpolitische Vereinigung der CDU eingeladen hatte.

An den Dimensionen der Neuordnung ließ die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion gleich zu Beginn keinen Zweifel: "Das neue Schulgesetz ist die größte Schulreform, die wir in Schleswig-Holstein jemals gehabt haben." Ansatzpunkt der Reform seien stark rückläufigen Schülerzahlen und insbesondere die geradezu dramatischen Einbrüche bei den Hauptschulanmeldungen gewesen: "In Schleswig-Holstein sind mehr als die Hälfte der Hauptschulen einzügig und damit mittelfristig von der Schließung bedroht." Als Lösung des demografischen Problems sieht das neue Schulgesetz ab 2010/11 die Verschmelzung von Haupt- und Realschulen zur Regionalschule vor. Nach einer gemeinsamen Orientierungsstufe in den Klassen 5 und 6 erfolgt dabei eine Differenzierung in Richtung auf den Haupt- oder Realschulabschluss. Ziel bleibt allerdings eine erhöhte Durchlässigkeit des Systems, die Schülern mit individueller Förderung den Weg zu einem höherwertigen Abschluss ermöglichen soll. "Die Regionalschule ist die Antwort des Flächenlandes Schleswig-Holstein auf sinkende Schülerzahlen", sagte Susanne Herold und wies darauf hin, dass dieses System durchaus erprobt sei: "In rund der Hälfte aller Bundesländer hat man mit dieser Schulform bereits sehr gute Erfahrungen gemacht."

Als schleswig-holsteinischer Sonderweg wird im Gesetz zusätzlich die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen ermöglicht. Bei diesem an die Gesamtschule angelehnten Modell können sämtliche Schulformen zusammengefasst werden, der Unterricht findet für alle Schüler gemeinschaftlich statt. Allzu großen Hoffnungen, durch Gemeinschaftsschulen auch an kleineren Schulstandorten neue Abiturangebote zu schaffen, erteilte Susanne Herold allerdings einen deutlichen Dämpfer. Eine hohe Hürde seien schon die auf Jahre stark rückläufigen Schülerzahlen - dazu müsse sich aber auch zeigen, ob das integrierte Lernkonzept bei den Eltern überhaupt Anklang fände. Der direkte Weg zum Abitur wird dabei merklich kürzer: Die - zentral organisierte und damit vergleichbare -Abschlussprüfung steht in Zukunft bereits nach dem 12. Schuljahr an. Eine Profiloberstufe mit verbindlichen Lehrinhalten soll für eine deutlich kompaktere Vermittlung des Schulstoffs garantieren.

Bei den Jüngsten wird mit dem neuen Schulgesetz schließlich ein neues Fach auf dem Stundenplan stehen: Die gerade in frühen Jahren ausgeprägte Fähigkeit zum Lernen von Sprachen soll mit Englischunterricht ab der dritten Klasse genutzt werden. Zur Rettung der ebenfalls vom demografischen Knick bedrohten kleinen Grundschulen sah Susanne Herold dabei nicht zuletzt ein gutes Stück kommunalpolitische Kreativität gefordert. Mit der Gründung von Grundschulverbänden und der Einrichtung von "Schulfilialen" vor Ort gäbe es im neuen Schulgesetz Spielräume, die es zu nutzen gelte, sagte die CDU-Politikerin: "Wir wollen die Grundschule am Ort erhalten - der Grundsatz "kurze Beine, kurze Wege" soll auch in Zukunft gelten."

Mark Helfrich MdB
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Hans-Jörn Arp MdL
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Heiner Rickers MdL
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