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Feuerwehren wollen bei Reformdiskussion ein Wort mitreden
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16.01.07
 
Beim Empfang: (v.l.) Frank Raether, Landtagspräsident Martin Kayenburg und Bernd Pusch.
Beim Empfang: (v.l.) Frank Raether, Landtagspräsident Martin Kayenburg und Bernd Pusch.
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, mjb) In die Diskussion um Kreis- und Verwaltungsreformen müsse Sachlichkeit und Verantwortungsbewusstsein Einzug halten. Dafür machte sich auf einem Neujahrsempfang des Steinburger Feuerwehrverbandes in der Breitenburger Feuerwehrzentrale Landtagspräsident Martin Kayenburg stark.

"Erst, wenn man genau weiß, welche Einsparungen neue Zuschnitte der Kreisgrenzen bringen, wird es Beschlüsse geben", versicherte der Itzehoer CDU-Landtagsabgeordnete. Die denkbare künftige Kreisstruktur werde sich entscheidend daran zu orientieren haben, welche Aufgaben am wirtschaftlichsten und zweckmäßigsten erledigt werden können, fügte Martin Kayenburg hinzu. Leistungsfähige Kreise bezeichnete er künftig als zwingend notwendig - mit überschaubaren Ämtergrößen und weiterhin selbstständigen kleinen Gemeinden. Berücksichtigt werden müssten dabei auch der demographische Wandel auf den Dörfern und der Rückgang der Bevölkerungszahlen mit der Folge ganz anderer Verwaltungs- und Dienstleistungsstrukturen für das künftige Zusammenleben. Kayenburg wies aber auch auf einen weiteren bedeutsamen Ansatz hin. So gewinne nämlich künftig die Europäische Union in der praktischen Arbeit für die Regionen an Bedeutung. Auch für entsprechende Genehmigungsverfahren komme es auf effektive Zuschnitte der Landkreise an. Kayenburg wies vor den Feuerwehrleuten abschließend darauf hin, dass eine Lenkungsgruppe die Kreisgebietsreform vorbereite und nach den Vorgaben der Landesregierung plane, steuere und koordiniere. Im Herbst rechne man mit dem Abschluss dieser Arbeiten. Im Dezember werde dann Innenminister Ralf Stegner dem Kabinett unter Berücksichtigung der Vorschläge und Anregungen für eine Kreisgebietsreform das Erarbeitete vorlegen.

Ansonsten zollte der Landtagspräsident den versammelten Blauröcken ein dickes Lob. "Sie leben in vorbildlicher Weise die Nachbarschaft zum Wohle und Schutz des Gemeinwesens", sagte Kayenburg. Der Landtagspräsident erinnerte aber auch an die vielen Aktivitäten unserer Gesellschaft, die ohne den Einsatz von Freiwilligen Feuerwehren und anderen Ehrenamtlichen gar nicht denkbar wären. Die Feuerwehren bezeichnete er dabei als "ein starkes Symbol der Zusammengehörigkeit".

Kreisbrandmeister Frank Raether hatte zum Auftakt des Empfangs vor allem an die letzten Wochen des alten Jahres erinnert. Diese seien in ganz besonderem Maße mit Tradition, aber auch mit Emotionen verbunden gewesen. Raether sprach von einer Zeit des Rückblick, aber auch von einer Gelegenheit, Zukunftspläne zu schmieden. "Leidenschaft, Engagement, Fähigkeiten und der Mut zur Vision sind für einen Jahresbeginn entscheidend", stellte der Kreisbrandmeister fest. Die Landesregierung forderte er auf, die Feuerwehren am Reformprozess unseres Landes teilhaben und mitwirken zu lassen. "Schließlich geht es um die Zukunft des ganzen Landes."
mjb(sh:z)

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