CDU-Kreisgeschäftsstelle - Peter Labendowicz
Poststraße 14 - 25524 Itzehoe
Tel.: 04821 - 2153 - Fax: 04821 - 2155
Email: info@cdu-steinburg.de www.cdu-steinburg.de


 
Pressemitteilung vom 04.10.07
Einheit: "Vielleicht brauchen wir mehr Zeit"
Bei der Feierstunde: Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann gestern in Horst. <I>Foto:Mehmel</I>
Bei der Feierstunde: Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann gestern in Horst. Foto:Mehmel
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, vm) "Vor 17 Jahren trennten uns Mauern, Stacheldraht und Mienen. Und dann wurde eines der schönsten Kapitel der deutschen Geschichte geschrieben." Bei einer Feierstunde vor dem Gedenkstein an der Horster Jacob-Struve-Schule erinnerte Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann daran, warum die meisten Deutschen gestern einen arbeitsfreien Tag hatten.

Der CDU-Ortsverein hatte an die Eiche eingeladen, die 1990 auf dem Schulgelände gepflanzt worden war und sich inzwischen prächtig entwickelt hat - ein Prozess, der für das Zusammenwachsen der einst zwei deutschen Staaten nicht selbstverständlich gewesen ist. Harder hat den Wiederaufbau und die Veränderungen hautnah miterlebt. 13 Jahre lange arbeitete für ein Pharmaunternehmen in den neuen Bundesländern. Er erinnert sich an die Anfänge: "Überall an den Häusern wuchsen Satelliten-Schüsseln als Zeichen der neuen Freiheit, es entstanden Einkaufszentren und eine neue Infrastruktur. Und die sanierten Schlösser und Herrenhäuser sind heute ein Augenweide." Das alles sei aber nicht die ganze Wahrheit. Erschrocken reagiert der Christdemokrat auf Berichte, nach denen sich jeder fünfte Westdeutsche die Mauer zurückwünsche.

Harder: "Vielleicht brauchen wir einfach noch ein bisschen mehr Zeit." Kreispräsident Tiemann stellte dabei aber die Gemeinsamkeiten vor allem in den Bereichen Geschichte und Kultur in den Vordergrund. Er würdigte ganz besonders auch das Verhalten von Michael Gorbatschow, der die friedliche Revolution erst ermöglicht habe. Tiemann ist überzeugt: "Die Einheit trägt uns." Unter den von Klaus Wilckens intonierten Klängen sangen die wenigen Besucher der Gedenkfeier die Nationalhymne. Anschließend gab es traditionelle Brotzeit mit Milch und Schmalzbroten. Zuvor hatten bereits vorbeiradelnde Kinder deutlich gemacht, dass auch sie mit dem Gedenktag etwas anfangen können. Unvermittelt schmettern sie: "Einigkeit und Recht und Freiheit."
Volker Mehmel (sh:z)