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Pressemitteilung vom 13.02.16
CDU eröffnet den Wahlkampf
Glückwunsch für Heiner Rickers (links) durch Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich zur erneuten Nominierung als CDU-Landtagskandidat. Foto: Schwarck
Glückwunsch für Heiner Rickers (links) durch Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich zur erneuten Nominierung als CDU-Landtagskandidat. Foto: Schwarck
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, Jochen Schwarck/Sönke Rother) Die CDU hat den Startschuss zur Landtagswahl im nächsten Jahr gegeben. Hans-Jörn Arp und Heiner Rickers heißen die beiden CDU-Kandidaten für den Kreis Steinburg beziehungsweise für Teile des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Beide gehören bereits dem Landtag an. Mit nur einer Gegenstimme bei einer Enthaltung wurde Arp bei seinem Heimspiel in Wacken deutlich zum Kandidaten gekürt. Nur eine ungültige Stimme erhielt Rickers bei der Wahlkreisversammlung in Itzehoe. Beide gaben sich kämpferisch und machten klar, dass es für die Christdemokraten 2017 nur ein Ziel gibt: den Regierungswechsel.

Hans-Jörn Arp ging sogar noch einen Schritt weiter: „Ich stehe für den schönsten Wahlkreis mit den besten Mitgliedern und verspreche euch heute, dass wir hier das beste Ergebnis der CDU auf Landesebene abliefern werden.“ Nach dem Neuzuschnitt umfasst Arps Wahlkreis neben dem nördlichen Steinburg auch einen Streifen in Rendsburg-Eckernförde, der sich bis nach Hohenwestedt zieht.

Auch deshalb hatte Arps langjähriger politischer Weggefährte und CDU-Vorsitzender des Nachbarkreises, Johann Wadephul, zum Auftakt der Veranstaltung das Wort ergriffen. Besonders schätze er den Wackener als Mittelstandsbeauftragten. „Ich höre immer wieder, dass die Unternehmer im Land glücklich sind, jemanden zu haben, mit dem sie schnacken können und der die Probleme auch in den Landtag trägt.“

Das unterstrich auch Fraktionsführer Daniel Günther. Hans-Jörn Arp sei jemand, der hohe Präsenz und Einfluss im Landtag mit unfassbar hoher Präsenz im Wahlkreis verbinde. „Das schaffen nur wenige. Und er gehört auch zu jenen, die jedes kleinste Problem nicht nur nach Kiel transportiert, sondern dort auch gelöst bekommen.“ Für den Wahlkampf gab Günther ein deutliches Signal aus: „Wir brauchen ein klares Ergebnis, 30 Prozent werden uns nicht reichen.“ Deshalb müsse die Partei mit einem scharfen christdemokratischen Profil antreten und möglichst viele Menschen mit den Kernthemen ansprechen. „Innere Sicherheit gehört ganz vorne mit dazu, aber auch die Infrastruktur und die Bildung.“

Arp selbst betonte, dass der Mittelstand als „Motor des Landes“ weiter ein Schwerpunkt sei, für den er sich massiv einsetzen werde. Dazu gehöre auch das Thema Infrastruktur mit Autobahn 20, Fehmarnbeltquerung sowie Bundesstraße 5 zwischen Itzehoe und Brunsbüttel. „Die Infrastruktur ist die Voraussetzung dafür, dass sich Betriebe ansiedeln.“ Das Ergebnis mit 94 von 96 abgegebenen Stimmen verstehe er als Verpflichtung, „die ich gern annehme. Ich werde mich für euren Lebenskreis einsetzen“, versprach der Landtagsabgeordnete.

Heiner Rickers aus Oeschenbüttel will seinen sechseinhalb Jahren im Landtag weitere hinzufügen. Der Christdemokrat wurde bei einer ungültigen Stimme für den Wahlkreis 20 (Steinburg-Ost) erneut zum Kandidaten gewählt. Er hat sich zum Ziel gesetzt, mit seiner Fraktion das Blatt zu wenden und in der neuen Legislaturperiode wieder Regierungsverantwortung zu übernehmen. Hans-Jörn Arp bezeichnete Heiner Rickers als „hervorragenden Leistungsträger“ in Partei und Fraktion und als „Gesicht der Landwirte und des Umweltschutzes“. Nach seiner Wahl sagte Rickers, der in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiern wird: „Ich werde mein Bestes geben.“ Für die notwendigen Entscheidungen auch für seinen Wahlkreis, würde der kurze Dienstweg und gesunder Menschenverstand helfen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich, der die Versammlung leitete, ging in einem kurzen „Bericht aus Berlin“ vornehmlich auf das dominante Thema Flüchtlinge ein. „Nichts deutet darauf hin, dass sich das in kurzer Zeit ändern wird“, befürchtete Helfrich angesichts „der relativ unruhigen Welt um uns herum“. Umso dankbarer sei er für die hohe Zahl der ehrenamtlichen Helfer, die verhinderten, dass aus der Flüchtlingskrise eine Flüchtlings-Katastrophe werde. Dafür sei das ehrenamtliche Engagement auch in der jetzigen Phase unverzichtbar.

Die Verbesserung der Infrastruktur führte auch Helfrich als herausragendes Thema für die Zukunft des Landes an. Während er dabei dem Land Untätigkeit vorwarf, freute er sich über die Unterstützung aus Berlin. So habe der Bund eine halbe Milliarde Euro für den Nord-Ostsee-Kanal bereitgestellt und den dreispurigen Ausbau der Bundesstraße 5 von Itzehoe bis Wilster ab 2017 möglich gemacht. Dass es mit der A20 gegenwärtig noch nicht weitergehe, führte er auf bewusst Verzögerungen und vielleicht sogar Sabotage des Straßenbauprojekts durch die Landespolitik zurück.
Jochen Schwarck/Sönke Rother (sh:z)