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Pressemitteilung vom 01.08.07
Ehemaliger Bürgervorsteher Boldt gestorben
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, Joachim Möller) Der ehemalige Bürgervorsteher Arnold Boldt ist tot. Er starb wie erst jetzt bekannt wurde bereits in der vergangenen Woche nach längerer Krankheit im Alter von 90 Jahren. Arnold Boldt hat sich sein Leben lang vielfältig in der Gemeinde engagiert zuerst als Lehrer und Konrektor der heimischen Realschule, später auch als Kommunalpolitiker.


Arnold Boldt wurde in einem kleinen Ort in der Mark Brandenburg, 100 Kilometer nördlich von Berlin, geboren. Seine Internatszeit verbrachte er in Stettin, wo er 1937 auch das Abitur ablegte. Nach dem Reichsarbeitsdienst absolvierte Arnold Boldt ein Studium an der Hochschule für Lehrerausbildung in Lauenburg/Pommern. Kaum sechs Wochen als Lehrer im Regierungsbezirk Potsdam angestellt, wurde Arnold Boldt dann zur Marine eingezogen. Als Oberleutnant und Kompaniechef kehrte er 1945 aus dem Krieg zurück und ging sofort wieder in den Schuldienst. Seine Stationen waren Westensee, Felde und seit 1949 Hohenlockstedt. Dort war er bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1980 tätig, zuletzt viele Jahre als Konrektor. Politisch aktiv wurde er 1961 mit dem Eintritt in die CDU. Schon ein Jahr später wurde er bürgerliches Ausschussmitglied, 1996 Fraktionsvorsitzender.

Auf diese Zeit war er immer besonders stolz, denn er schaffte es, die CDU zur Mehrheitsfraktion zu machen. Als Bürgervorsteher engagierte er sich zwölf Jahre, von 1970 bis 1982, für Hohenlockstedt. Vieles brachte er auf den Weg, als Lehrer lagen ihm allerdings besonders die Schulen am Herzen. Alle vier Lerninstitute - Realschule, Hauptschule, Schule für Lernbehinderte und Grundschule - wurden neu gebaut. Hinzu kam als großes Projekt noch die Sporthalle. In die Wege geleitet hat Arnold Boldt 1973 auch die Patenschaft mit dem finnischen Lapua. Für seine Verdienste um die deutsch-finnische Freundschaft erhielt der Hohenlockstedter vom Staatspräsidenten des nordischen Landes das Ritterkreuz 1. Klasse zum finnischen Löwen. Seine kommunalpolitischen Verdienste wurden 1982 mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille gewürdigt.

Nach seinem Rückzug aus der Politik widmete sich Arnold Boldt unter anderem dem Aufbau des Hohenlockstedter Musikzuges, dessen Vorsitzender er bis 1995 war. Auch in den letzten Jahren seines Lebens interessierte sich der Pensionär noch für das Geschehen in seiner Gemeinde. Regelmäßiger Gast war er bei CDU-Veranstaltungen, auch die Sitzungen der Gemeindevertretung verfolgte er mit kritischem Blick. Nicht immer war er mit den Entscheidungen zufrieden. Sorge bereiteten ihm die immer weiter steigenden Schulden. Die Trauerfeier findet am kommenden Dienstag, 7.August, 15 Uhr, statt.
jo (sh:z)