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Pressemitteilung vom 28.10.15
CDU-Pläne für leeres Rathaus
Wollen das Rathaus im städtischen Besitz behalten (von links): Simon Schlüter, Birgit Saß und Peter Löbel. Foto: Tietje-Räther
Wollen das Rathaus im städtischen Besitz behalten (von links): Simon Schlüter, Birgit Saß und Peter Löbel. Foto: Tietje-Räther
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, Gisela Tietje-Räther) Attraktive Angebote für Bürger an zentraler Stelle bündeln. Dafür möchte die CDU das bald leer stehende Rathaus nutzten. Im Mittelpunkt der Unions-Überlegungen steht dabei eine Verknüpfung der Räume Rathaus/Bürgerhaus.

Leeren wird sich der Verwaltungssitz im kommenden Jahr, wenn die Mitarbeiter in das neue Amtsgebäude in der Fußgängerzone übersiedeln. Vorschläge für die Nachnutzung der frei werdenden rund 800 Quadratmeter Gebäudefläche (28 Zimmer) lieferten im Rahmen von Ideenwerkstätten bereits große und kleine Bürger.

Thema war die künftige Verwendung auch auf der jüngsten Klausurtagung der CDU. Auch die Veräußerung des kompletten Gebäudes sei in der offenen Diskussion kein Tabu gewesen, sagt Simon Schlüter. „Zumindest von außen würde sich für die Kellinghusener dadurch nichts ändern“, erklärt er. An den Gegebenheiten des denkmalgeschützten Hauses dürfte auch in privater Investor nicht rütteln. Zügig durchgesetzt habe sich jedoch die Idee von mehr Bürgernähe durch zwei kommunale Standorte im Herzen der Stadt. Einrichtungen wie etwa die städtische Volkshochschule oder das Mehrgenerationenhaus/Jugendkulturhaus „Die Bude“ sollten so für alle Einwohner besser verfügbar sein.

„Bislang sind die Bewohner südlich der Bahnlinie stets im Nachteil gewesen“, erklärt die CDU-Kulturpolitikern Birgit Saß. Ihnen seien über lange Zeit weite Wege zugemutet worden, um die in der Schul- beziehungsweise Danziger Straße untergebrachten Einrichtungen zu erreichen. „Als Ratsvertreter haben wir drüber hinaus die Pflicht, auch dem wirtschaftlichen Aspekt Rechnung zu tragen,“ warnt Peter Löbel davor, den Bogen mit einer dritten kommunalen Immobilie zu überspannen. „Mit der geplanten Eigennutzung hätte die Stadt neben dem Bürgerhaus und dem MGH ein drittes Gebäude, in welches sie als Unterzentrum freiwillige Leistungen pumpen müsste.“ Auch deshalb komme für die CDU-Fraktion langfristig nur ein Konzept in Frage, welches sich auf zwei Standorte beschränke. Favorisiertes Modell: Eine Umstrukturierung von Bürgerhaus und Rathaus, bei der am Ende das MGH nicht mehr benötigt wird.

Laut Schlüter ist der Betrieb des Rotklinkerbaus mit schlechter Bausubstanz aus haushalterischer Sicht schon jetzt kaum vertretbar. „Ein energetisches Wunderwerk mit viel zu hohen Unterhaltungskosten.“ Realisieren will die CDU ihren Vorschlag unter anderem durch einen Umzug des Museums ins alte Rathaus. Zusätzlich könnten dort das Archiv der Stadt, die Touristeninfo und optional bestimmte Kursangebote der VHS untergebracht werden. Im Bürgerhaus würde dadurch automatisch mehr Raum für Angebote der Stadtbücherei frei. „Die beengt eingerichtete Bücherei hätte die gesamte Erdgeschossfläche für sich“, sagt Saß. Die vom oberen Marktplatz erreichbare, behindertengerecht ausgestattete Fläche könnte dem vielfältigen Angebot von MGH/„Die Bude“ dienen. Als weiteren Vorteil erhofft sich die CDU mehr Leben in der Stadt. Auf den Tisch kommen der CDU-Vorschlag und viele weitere Nachnutzungsanregungen am Donnerstag, 5. November, beim Treffen der Arbeitsgruppe „Rathaus“, deren Mitglieder in der jüngsten Ratsversammlung gewählt wurden.
Gisela Tietje-Räther (sh:z)