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Pressemitteilung vom 20.11.14
Ovid Westermann neuer CDU-Chef
Der Vorstand des CDU-Ortsverband mit Gast im Anno 1617 (von links): Hans-Jörn Arp, Martin Meiners, Friederike Demandt, Ebba Okkens-Theuerkauf, Hauke Steenfatt und Ovid Westermann. <i>Foto: Reimers</i>
Der Vorstand des CDU-Ortsverband mit Gast im Anno 1617 (von links): Hans-Jörn Arp, Martin Meiners, Friederike Demandt, Ebba Okkens-Theuerkauf, Hauke Steenfatt und Ovid Westermann. Foto: Reimers
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, Christine Reimers) Ovid Westermann ist neuer Vorsitzender des CDU-Ortsverbands. Als der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp ihm nach der Wahl gratulierte, bot er dem Glückstädter auch gleich das „Du“ an. Arp wünschte sich von dem 37-Jährigen, dass die Zusammenarbeit mit ihm so gut ist, wie bisher. Denn, so bekannte Arp: „In Glückstadt habe ich ein zweites Zuhause gefunden.“ Ovid Westermann löst Hans-Georg Helm (58) ab, der aus beruflichen Gründen das Amt niedergelegt hat. Wegen einer Grippe konnte Helm an der Sitzung des Ortsvereins nicht teilnehmen, seine Verabschiedung wird nachgeholt.

Bevor Ovid Westermann gewählt wurde, versprach er: „Wir brauchen jeden einzelnen, deshalb möchte ich integrativ mit allen zusammenarbeiten.“ Er werde für jeden ein offenes Ohr haben. Dass er flexibel ist, zeigt sich schon in seinen beiden Berufen. Zum einen arbeitet er als Trademarketingmanager in der Werbebranche und zum anderen als Heilpraktiker für Psychotherapie. Der Glückstädter ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist seit 20 Jahren aktiv in der CDU. Seit fünf Jahren lebt er in Glückstadt.

Ihm zur Seite stehen als Beisitzer der Spielzeughändler Martin Meiners (52) und die kaufmännische Angestellte Friederike Demandt. Die 49-Jährige ist neu in diesem Amt, vorher war sie Beisitzerin. Sie tritt die Nachfolge von Wolfgang Engemann an, der nicht wieder kandidierte. Neue Beisitzer sind die Juristin Ebba Okkens-Theuerkauf (34) und der selbstständige Elektromeister Hauke Steenfatt (35). Einstimmigkeit herrschte in der Wiederwahl der Kassenwartin Anette Engemann (69). Kassenprüfer sind die beiden Stadtvertreter Krafft-Erik Rohleder und Manfred Lück.

52 Mitglieder hat der Ortsverein, davon sind 19 Frauen, nannte Wolfgang Engemann Zahlen. „Ein guter Schnitt“, wertete er. Und er freute sich , dass es einige jüngere, neue Mitglieder gibt.

Als Neuerungen in den vergangenen eineinhalb Jahren nannte er die Homepage und den Auftritt bei Facebook. Zudem gebe es den kulinarischen Dialog, ein Treffen mit politischen Themen und Essen. Zudem regte er an, die Wahlzeit – bisher wurde alle drei Jahre gewählt – auf jetzt zwei Jahre zu verkürzen. Dies befürwortete auch der Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp, der als Versammlungsleiter fungierte. „Sonst ist die Wahl angreifbar“, erklärte er zur Kreissatzung, nach der alle zwei Jahre gewählt werden muss.

Ein weiterer Punkt war die Beitragserhöhung. Bisher zahlten die CDU-Mitglieder sechs Euro pro Monat. Aber da alleine schon 6,50 Euro an die Kreis-CDU abgeführt werden muss, ist die Erhöhung aus Sicht des Vorstandes unumgänglich, so Engemann. Sein Vorschlag, für Einzelpersonen auf acht Euro und für Ehepaare von zwölf auf 15 Euro zu erhöhen, ging dann einstimmig durch. „Acht Euro sind Minimum“, hatte Arp vorher erklärt. Nur, weil einige Mitglieder immer mehr als gefordert gezahlt hatten, konnten die Glückstädter überhaupt so wirtschaften. Denn Annete Engemann hatte im Kassenbericht ein Plus von 1938, 81 Euro vermeldet.


Elbtunnel und neues Autobahnteilstück


Thema auf der Sitzung des CDU-Ortsvereins war auch die Landespolitik mit Auswirkungen auf Glückstadt. „2017 könnte mit dem Bau des Elbtunnels begonnen werden“, erklärte Landtagsabgeordneter Hans-Jörn Arp (Foto). Denn Ende des Jahres sei das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Er geht davon aus, dass es Einsprüche geben wird. „Trotzdem kann mit der europaweiten Ausschreibung begonnen werden“, erklärte Arp zu den Bauarbeiten. Und seine Prognose: „Der Bund wird das Land zwingen zu bauen.“

Der Baubetrieb sei vom Bund inzwischen nach Niedersachsen vergeben worden. „Aufgrund der kritischen Haltung der Landesregierung hier.“ Damit würden auch die Gewerbesteuer aus dem Vorhaben dann nach Niedersachsen fließen. Arp geht von einer Bauzeit des Tunnels von fünf Jahren aus. Die Planungshoheit liegt bei den Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Finanzierung sei so gedacht, dass der Bund 50 Prozent der Kosten bezahlen würde, ein Konsortium die anderen 50 Prozent. Letzteres würden dann sein Geld über viele Jahre aus der Lkw–Maut wieder herausbekommen. Aus persönlichen Gesprächen wisse er: „Angela Merkel hat ein großes Interesse an dem Elbtunnel.“ Auch für den Bau der neuen A20 zwischen Sommerland und Hohenfelde würden Jahr für Jahr 79 Millionen Euro in den Bundeshaushalt eingestellt für Baukosten, erklärte Arp. „Sie werden von der Landesregierung nicht abgerufen.“ Es hätte längst gebaut werden können. 27 Spatenstiche für Projekte hätte der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in diesem Jahr gemacht. „Davon keinen einzigen in Schleswig-Holstein.

Weiterhin forderte er, dass bei der Polizei keine weiteren Stellen abgebaut werden. Stattdessen müssten Stellen aufgestockt werden. „Der Polizeidienst gehört zu den Kernaufgaben des Staates.“ Und er forderte, dass die Schulen keine Einheitslehrer bekommen. Deshalb würde die CDU eine Initiative der FDP unterstützen. 20 000 Unterschriften werden dafür gesammelt. Denn, so Arp, „werden alle Lehrer einheitlich ausgebildet, würden auch alle das Gehalt eines Gymnasiallehrers bekommen“. Aus seiner Sicht ist eines viel wichtiger: Die Ganztagsbetreuung in den Schulen. „Weil viele Frauen arbeiten.“
Christine Reimers (sh:z)