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Pressemitteilung vom 14.06.14
„Müssen in Beton und in Köpfe investieren“
Hat schon Tradition: Der Bürgermeisterabend auf dem Schweinehof, hier mit Gastgeber Hans-Jörn Arp. <i>Foto: vm</i>
Hat schon Tradition: Der Bürgermeisterabend auf dem Schweinehof, hier mit Gastgeber Hans-Jörn Arp. Foto: vm
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, vm) So macht man aus der Not eine Tugend: Weil mit Ursula von der Leyen der angekündigte Überraschungsgast abgesagt hatte, freute sich Gastgeber Hans-Jörn Arp wenigstens über das gute Wetter. Gemeinsam mit seinem Landtagskollegen Heiner Rickers hatte der CDU-Abgeordnete die Steinburger Ortsoberhäupter zum 14. Bürgermeisterabend auf den Agethorster Schweinehof eingeladen.

Im Mittelpunkt stand neben aktueller Politik der Austausch untereinander. Und das ist auch Programm bei dieser Veranstaltung: „Wir sind eine große kommunale Familie“, stellte Heiner Ricker fest. Breitband, Öffentlicher Personannahverkehr, Infrastruktur, Schulen: Das seien die Themen, die „uns alle jeden Tag umtreiben“. Als Bürgermeister einer kleinen Gemeinde wie Oeschebüttel und als Landtagsabgeordneter in Personalunion weiß Rickers: „Hier vor Ort kommen die Bürger zu uns, wenn sie etwas wollen. In Kiel kommen nur die Verbände und die Lobbyisten.“

Erstmals in der Runde: der neue CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich, der auf einige Initiativen aus den Reihen der Großen Koalition einging. So meinte der Sprecher, dass er die Rente mit 63 jedem gönne, der das nutzen könne. Gleichzeitig warnte er nachdrücklich aber auch vor einem zunehmenden Fachkräftemangel. Zum Abschluss verkündete Helfrich aus Sicht der Bundespolitik „frohe Botschaften“. So gebe es jetzt Geld für den Nord-Ostsee-Kanal und die entsprechenden Entscheidungen seien unumkehrbar. Weitere 750 000 Euro würden für die – dringend notwendige – Sanierung der Bundesstraße 431 bereitgestellt. „Und bei den Themen B 5 und A 20 bleibe ich am Ball“, versprach er.

Wie dann bekannt wurde, war Ursula von der Leyen übrigens nicht der einzige Gast, der verhindert war. Einige Glückstädter waren an dem Abend mit der Eröffnung der Matjeswochen beschäftigt. Und auch Landrat Torsten Wendt und Kreispräsident Peter Labendowic sowie dessen Amtsvorgänger „Fiete“ Tiemann ließen sich entschuldigen. Laut dem CDU-Fraktionschef im Kreistag, Dr. Reinhold Wenzlaff, war das Trio kurzfristig „zum Kampftrinken in den Partnerkreis nach Polen abgeordert worden“. „Und fünf Tage Polen ist wirklich hart“, schmunzelte Wenzlaff. Er nutzte dann noch die Gelegenheit, sich bei den Bürgermeistern für Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit dem Bürgerentscheid am 6. Juli zu entschuldigen. „Der Termin ist nicht unsere Schuld“, versicherte er. Wenzlaff erinnerte noch einmal daran, dass der Kreistag sich über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg einstimmig für einen Neubau des Kreishauses ausgesprochen habe. Schließlich habe das jetzt so umkämpfte ehemalige Bahnhofshotel in der Itzehoer Viktoriastraße auch nicht mehr viel mit dem Gebäude gemein, das hier vor über hundert Jahren gebaut worden war.

Das Schlusswort gebührte dann Gastgeber Hans-Jörn Arp, der erst einmal über einen Vorschlag von Ministerpräsident Torsten Albig herzog, nachdem die Bevölkerung über große Infrastrukturprojekte mitentscheiden soll. „Sollen jetzt etwa die Thüringer über unsere A 20 mitbestimmen ?“ Arp weiter: „Wenn wir immer und überall erst die Bürger fragen, kommen wir nicht weiter. Das ist auch beim Kreishaus so.“ Unter zustimmendem Nicken betonte Hans-Jörn Arp dann noch einmal die Bedeutung wichtiger Verkehrsprojekte gerade auch für den Kreis Steinburg. Er mahnte mit Blick auf die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Bevölkerungsschwunds aber auch: „Wir müssen in Beton und in Köpfe investieren.“
vm (sh:z)