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Pressemitteilung vom 11.02.14
Denkmalschutz – Kündigung von der Versicherung
Krisengespräch zum drohenden Denkmalschutz: Die Neuenbrooker Ralf Bredenbek, Henning Hoffmann und Christian Sühl mit den Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp und Heiner Rickers.
Krisengespräch zum drohenden Denkmalschutz: Die Neuenbrooker Ralf Bredenbek, Henning Hoffmann und Christian Sühl mit den Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp und Heiner Rickers.
Der Zeitungsartikel hatte Folgen: Am 1. Februar berichtete die Norddeutsche Rundschau über mehrere alte Bauernhöfe, die in Neuenbrook unter Denkmalschutz gestellt werden sollen, einer der betroffenen Hauseigentümer war Henning Hoffmann. Wenige Tage später erhielt der Neuenbrooker nun einen doppelten Tiefschlag per Post.

Hoffmanns Feuerversicherung beruft sich direkt auf den Artikel, attestiert eine deutliche Unterversicherung – und kündigt den Vertrag: „Denkmalgeschützte Gebäude sind bei unserer Gesellschaft ein nicht zu versicherndes Risiko.“ Auch die Hausbank erwartet durch den Denkmalschutz eine Wertveränderung der Immobilie und zieht eine klare Linie: „Bitte haben Sie deshalb Verständnis dafür, dass wir Ihnen z.Zt. mit weiteren Kreditmitteln nicht zur Verfügung stehen können.“

Fast ebenso fassungslos wie Henning Hoffmann reagierten bei einem Gespräch mit Neuenbrooker Denkmalschutz-Betroffenen auch die CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp und Heiner Rickers. „Was hier geschieht, kommt fast schon einer Enteignung gleich. Dieses Verfahren bestraft Eigentümer, deren Häuser seit Generationen in eigener Verantwortung erhalten worden sind“, empörte sich Arp. Rickers, agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, sah die Landwirte gleich doppelt betroffen. Auf der einen Seite gäbe es die – an Hoffmanns Beispiel besonders deutlich gewordenen – finanziellen Auswirkungen. Auf den anderen Seite sei es oft nicht möglich, einen denkmalgeschützen Hof baulich an die Erfordernisse moderner Landwirtschaft anzupassen: „Da muss etwas für horrende Summen unterhalten werden, war rein praktisch gar nicht mehr nutzbar ist.“ Die gerade angelaufene Erfassung von abertausenden zukünftigen Denkmälern bewerteten beide Politiker nicht nur als schwerwiegenden Eingriff in die Rechte der Betroffenen, sondern auch als Bremse für Entwicklung und Investitionen. Arp: „Bei diesem völlig überzogenen Denkmalschutz droht in vielen Bereichen Stillstand – Schleswig-Holstein wird zum größten Freilichtmuseum der Welt.“

Daran, dass Ihnen das gleiche Schicksal wie Henning Hoffmann droht, hatten auch andere Neuenbrooker kaum Zweifel. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich auch bei uns die Banken und Versicherungen melden“, sagte Christian Sühl. Nach Hoffmanns Einschätzung werden die Reaktionen ähnlich ausfallen: „Ich habe mich als ich die Post erhalten habe gleich erkundigt – das Ganze dürfte bei fast allen Banken und Versicherungen ähnlich gehandhabt werden.“

Übereinstimmend versprachen Arp und Rickers vollen Einsatz gegen Auswüchse des Denkmalschutzes und insbesondere die von Ministerin Spoorendonk geplante weitere Verschärfung des Gesetzes. Wichtig sei eine breite Zusammenarbeit von Betroffenen, Politik und Verbänden betonte Arp: „Hier in Neuenbrook sieht man, was Schleswig-Holstein droht – jetzt geht es darum, auf Landesebene massiven Widerstand zu organisieren.“