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Pressemitteilung vom 01.09.06
Neue Wege in der Schulpolitik
"Es muss möglich sein, aus Schützengräben herauszukommen." CDU-Fraktionschef Dr. Johann Wadepul forderte eine offene, ideologiefreie Diskussion in der Schulpolitik.
"Es muss möglich sein, aus Schützengräben herauszukommen." CDU-Fraktionschef Dr. Johann Wadepul forderte eine offene, ideologiefreie Diskussion in der Schulpolitik.
Die CDU geht in die Bildungsoffensive: Bei einer Regionalkonferenz zur Bildungspolitik in Wacken hat der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Johann Wadephul, seine Vorschläge für eine engere Verzahnung von Haupt- und Realschulen erneuert.

"Die stärkere Zusammenführung dieser Schultypen ist eine bundesweite Entwicklung, diese Schulen haben zum Teil sehr gute Ergebnisse vorzuweisen", sagte Wadephul. Gerade im Hinblick auf beständig sinkende Schülerzahlen könne eine derartige "Regionalschule" ein Weg zum Erhalt der Schulen im ländlichen Raum sein. Eine klare Absage erteilte er dagegen der Gemeinschaftsschule. "Einen neuen Schultypus zu erfinden, den es nur in Schleswig-Holstein gibt, ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können", sagte Wadephul und forderte eine sachliche, ideologiefrei Diskussion innerhalb der Kieler Koalition: "Die Auseinandersetzung um die Schulpolitik hat eine lange Geschichte, aber es muss möglich sein, aus Schützengräben herauszukommen."

Für eine praxisgerechte Weiterentwicklung des gegliederten Schulsystems sprach sich auch der CDU Bildungsexperte Wilfried Wengler (MdL) aus. "Die Durchlässigkeit nach oben muss zwischen den einzelnen Schultypen konsequent ermöglicht werden", sagte Wengler und verlangte einen breiteren Ansatz in der Bildungspolitik. Zum einen müsse die bislang "sträflich vernachlässigte" Eliteförderung ausgebaut werden, zum anderen gelte es aber auch, die Hauptschulen zu stärken. "Die Hauptschule ist systematisch zum Auslaufmodell gemacht worden", sagte Wengler und mahnte eine Rückbesinnung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes an: "Das Ziel muss wieder die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen sein."

Eine gemeinsame Anstrengung - und eine intensive Diskussion an der Basis - sah der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Reimer Böge (MdEP) gefordert. Wichtig sei es, eine offene Debatte zu führen, aber dabei auch christdemokratische Kernelemente konsequent in die Schulpolitik der Zukunft einzubringen. Von der Gelegenheit zur Beteiligung machte die so angesprochene Basis dann auch regen Gebrauch: In einer vom Wackener Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp moderierten Diskussionen deckten zahlreiche Wortmeldungen nahezu jeden Bereich der Bildungspolitik ab. Die Bandbreite reichte von der übergreifenden Zusammenarbeit zur Rettung der ländlichen Schulen über eine stärkere sozialpädagogische Betreuung bis zum Ruf nach mehr männlichen Lehrern in der Grundschule. Die bei insgesamt vier Regionalkonferenzen gesammelten Anregungen und Vorschläge sollen in ein Diskussionspapier zur Bildungspolitik einfließen, dass der CDU-Landesausschuss am 23. September in Neumünster verabschieden wird.