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Pressemitteilung vom 02.11.12
Stadt fährt in rosige Zukunft
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, Gisela Tietje-Räther) Züge im Stundentakt nach Hamburg: „Das wird Leben in die Stadt bringen,“ sagt CDU-Ortschef Dieter Hahne. Die CDU stehe voll hinter dem Projekt und freue sich, wenn es Wirklichkeit wird. Die geplante Reaktivierung der Bahnlinie berge große Chance für das Unterzentrum und die gesamte Region, meinen auch der Fraktionsvorsitzende Rainer Kruse und Vorstandsmitglied Hans-Heinrich Wrage. „In diesem Punkt sind wir uns in der CDU sowie mit allen anderen politischen Gruppierungen einig“, streicht Hahne heraus.

Konsens hinsichtlich des Vorhabens der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS) bestehe auch in der Ratsversammlung, erinnert Hahne an eine im Juni 2012 einmütig beschlossene Resolution. In diesem Sinne pro Bahn sei auch seine Erklärung zu Beginn einer Bahnstrecken-Begehung mit Bürgern und dem CDU-MdL und Kreisvorsitzenden Heiner Rickers ausgefallen, so Hahne. „Sollte ein anderer Eindruck entstanden sein, so ist dies völlig falsch.“ Zuversichtlich in Sachen Reaktivierung stimmt die CDU-Vertreter die Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage von Heiner Rickers. „Mit der Bahn würde die Stadt endlich näher an die Metropolregion heranrücken“, stellt Kruse den lang gehegten kommunalen Wunsch heraus. „Wiederholen wir jedoch den historischen Fehler und lehnen das Angebot ab, werden wir dem Anschluss weiter hinterher hecheln.“

Definitiv werde die Bahn auch die Stadt attraktiver machen. „Gerade vor dem Hintergrund steigender Mieten in Hamburg und dem Speckgürtel kann die Anbindung den Anstoß für einen Umzug ins Unterzentrum geben.“ Möglicherweise würden auch Wirtschaftsbetriebe den in der Vergangenheit stets nachgefragten Standortfaktor zum Anlass nehmen, sich vor Ort anzusiedeln. Im Aufwind sehen die Christdemokraten außerdem den Tourismus im regionalen Bereich des Naturparks Aukrug. Tagestouristen und Radler könnten direkt nach Kellinghusen durchfahren und die vielfältigen Angebote vor Ort wahrnehmen.

Andererseits verspreche die 45-minütige Fahrt mehr Mobilität für die Störstädter. „Das gilt für ältere und behinderte Mitbürger, aber auch für unseren Nachwuchs“, sagt Wrage. Jugendliche könnten Disco-, Sport- oder andere Vergnügen künftig per Bahn erreichen und auf das Auto oder den elterlichen Zubringerdienst verzichten. „Außerdem wurden in der Presse gerade zehn Jahre Stau im Zuge des A7-Ausbaus angekündigt“, verweist Hahne auf den dann bequemen Umstieg vom Auto auf die Schiene, ohne die Gemeinde Wrist noch mehr zu belasten. „Die CDU sieht für die Stadt und die überwiegende Anzahl ihrer Bürger nur Vorteile durch das LVS-Vorhaben“, sagt Kruse.

Die Einwände der wenigen Bürger der Arbeitsgemeinschaft würden gleichwohl einer gründlichen Prüfung unterzogen. Auch wenn da erkennbar viel individuelles Interesse und nicht nachvollziehbare Argumente im Spiel seien. „Wir wissen, ein ÖPNV mit Stadtbus ist nicht bezahlbar.“ Das Geld für die Bahn-Reaktivierung hingegen stünde bereit. Auf die Stadt entfalle lediglich ein Teil der Erschließungskosten für die Parkplatzflächen. „Wenn Kellinghusen nicht zuschlägt, fließen die Mittel woanders hin, ausgegeben werden sie in jedem Fall.“
Gisela Tietje-Räther (sh:z)