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Pressemitteilung vom 31.10.12
Deutlicher Sieg für Mark Helfrich
Siegerpose: Mark Helfrich setzte sich gegen Dr. Rolf Koschorrek und Dr. Markus Müller durch. <i>Foto: Helm</i>
Siegerpose: Mark Helfrich setzte sich gegen Dr. Rolf Koschorrek und Dr. Markus Müller durch. Foto: Helm
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, Joachim Möller) Die CDU hat ihren langjährigen Bundestagsabgeordneten Dr. Rolf Koschorrek abgewählt. Bei der Kandidatenaufstellung für den Wahlkreis 3 (Steinburg/Dithmarschen-Süd/Bad Bramstedt) stimmten lediglich 80 von 323 wahlberechtigten Mitgliedern (25 Prozent) für den Zahnarzt aus Bad Bramstedt.

Mit einer überraschend deutlichen Mehrheit von 68 Prozent (219 Wahlberechtigte) setzte sich im bereits ersten Wahlgang Mark Helfrich (34) aus Dägeling durch. Ohne Chance war der Itzehoer Dr. Markus Müller (40), auf den lediglich 23 Stimmen (sieben Prozent) entfielen. „Ich bin froh, dass mir das Ergebnis nicht gleich die Sprache verschlagen hat“, sagte Helfrich nach dem deutlichen Wahlausgang. Die Entscheidung, die die Mitglieder hier getroffen hätten, sei mutig und zukunftsweisend. „Ich werde versuchen, dem Vertrauensvorschuss mit harter Arbeit gerecht zu werden.“ Er hoffte, dass er für alle der richtige Kandidat und Abgeordnete sein werde.

Die Wahl von Mark Helfrich zeichnete sich früh ab – schon bei der Vorstellung der drei Kandidaten in Wilster durch den Steinburger CDU-Kreisvorsitzenden Heiner Rickers erhielt der 34-jährige Diplom-Kaufmann den meisten Beifall. Dies setzte sich bei seiner Bewerberrede dann fort. Seine Schwerpunkte sieht Helfrich vor allem in der Energiepolitik, hier will er sich für eine zügige Umsetzung der Energiewende, von der Schleswig-Holstein und auch der Wahlkreis profitieren könne, einsetzen. Sein Anliegen ist auch die Verbesserung der Infrastruktur, sei es der Bau der A 20, die B 5 bis Brunsbüttel oder die Bahn-Anbindung des Brunsbütteler Hafens.

Ohne Namen zu nennen, kritisierte Helfrich den jetzigen Abgeordneten Dr. Koschorrek. „Die Region braucht wieder eine starke Stimme in Berlin.“ Während auf Landesebene zahlreiche Projekte mit Hilfe der CDU-Abgeordneten durchgesetzt worden seien, „finden wir in Berlin kaum Gehör“. So benachteilige die Krankenhausfinanzieung die Region, die Reform der Wasser- und Schifffahrtsämter lasse nichts Gutes erahnen und auch beim Nord-Ostsee-Kanal werde nicht genug unternommen. „Der Klügere gibt solange nach, bis er der Dümmere ist.“ Er wolle als Vollzeitpolitiker für den Wahlkreis in Berlin kämpfen und vor Ort Präsenz zeigen.

Beifall gab es auch für seine Forderung, der CDU wieder mehr Profil verleihen zu wollen. Die Partei brauche Ecken und Kanten, zu viele Positionen seien in der Vergangenheit aufgegeben worden. Hier nannte er unter anderem die Wehrpflicht und das dreigliedrige Schulsystem. Erstmals mit der Politik kam Helfrich Mitte der 90er Jahre in Berühung – als sein Gymnasium in Itzehoe in eine Gesamtschule umgewandelt werden sollte. „Seitdem ist ein Anliegen von mir, Weltverbesserern ein Bein zu stellen.“ Über die Junge Union kam der Dägelinger dann in die CDU. Für die Christdemokraten sitzt er seit 2003 im Kreistag, daneben ist der 34-Jährige seit 2010 Schatzmeister des CDU-Kreisverbandes.

Der Noch-Abgeordnete Dr. Rolf Koschorrek (kleines Foto)konnte mit seinen Ausführungen bei den CDU-Mitgliedern nicht mehr punkten. Er stellte sich als Mann mit Erfahrungen dar, der seit 2005 im Bundestag sitzt und Teamplayer ist. Er habe zwar vieles erreicht, aber eben nicht als Solist, sondern als Netzwerker, in dem er die Akteure zusammengeführt habe. Ein zehn Punkte-Programm mit seinen Vorstellungen, Visionen und Absichten präsentierte Dr. Markus Müller, Lehrer an einem Itzehoer Gymnasium. Sein Schwerpunkt sollte vor allem die Haushalts- und Finanzpolitik werden, hier hat er in der Itzehoer Ratsversammlung Erfahrungen gesammelt. Dr. Müller bedankte sich zu Beginn auch bei seinen beiden Kontrahenten, denn die Vorstellungsrunden zuvor seien immer fair und sachlich abgelaufen.

Da zuvor in einzelnen Ortsverbänden Vorstellungsrunden mit den drei Bewerbern stattgefunden hatten, gab es beim Nominierungsparteitag keine Aussprache mehr – es wurde danach sofort gewählt. Diese Wahl lobten sowohl der stellvertretende Dithmarscher Kreisvorsitzende Volker Nielsen als auch Gero Storjohann, Vorsitzender des Kreisverbandes Bad Segeberg als eine Ur-Wahl durch Mitglieder, die es in anderen Parteien so nicht gebe. Die Kreisverbände hatten sich im Vorwege auch geeinigt, keine Wahlempfehlung für einen Bewerber abzugeben, betonte Heiner Rickers, der als Präsidiumsvorsitzender auch die Moderation übernommen hatte. Er dankte zum Abschluss den beiden unterlegenen Kandidaten und sagte in Richtung Dr. Rolf Koschorrek. „Es ist traurig, aber so ist Demokratie.“ Für die Amtszeit bis zur Bundestagswahl im September 2013 hoffte Rickers aber trotzdem noch auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit dem jetzigen Angeordneten Dr. Rolf Koschorrek.
Joachim Möller (sh:z)