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Pressemitteilung vom 06.03.07
Gymnasium offen für Kooperationen
Sagen "Ja "zum Erhalt des Gymnasiums (von links): Bürgervorsteher Martin Meiners, Gerhard Blasberg, Hartmut Appel, Brigitte Engelbrecht, Hans-Jörn Arp, Dr. Reinhold Wenzlaff und Dr. Hans-Georg Helm (CDU-Ortsvorsitzender),
Sagen "Ja "zum Erhalt des Gymnasiums (von links): Bürgervorsteher Martin Meiners, Gerhard Blasberg, Hartmut Appel, Brigitte Engelbrecht, Hans-Jörn Arp, Dr. Reinhold Wenzlaff und Dr. Hans-Georg Helm (CDU-Ortsvorsitzender),
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, Christine Reimers) 100000 Euro kostet den Kreis das Gymnasium durchschnittlich im Jahr. Trotzdem hält der Kreis an der Trägerschaft fest.


Glückstadt (sh:z) - "Der Weg für eine Zusammenarbeit mit den anderen Glückstädter Schulen ist geöffnet", sagte Hartmut Appel, Direktor des Detlefsengymnasiums, in einem Pressegespräch mit CDU-Vertretern aus Glückstadt und des Kreises sowie Bürgermeister Gerhard Blasberg. Thema war, dass das Gymnasium in der Trägerschaft des Kreises bleibt (wir berichteten). Offen ist er für die Zusammenarbeit. Aber Hartmut Appel hat auch nie einen Hehl daraus gemacht, dass er das Gymnasium erhalten will. Die Schulform einer Gemeinschaftsschule hält er nicht für geeignet. "Für diese Schule haben wir keine ausgebildeten Lehrer."

Die Botschaft des Treffens in Glückstadt war einhellig: Das Gymnasium als klassische Schulform bleibt erhalten. Es soll keine Gemeinschaftsschule mit gymnasialem Zweig in Glückstadt geben - dem will die CDU vorbeugen. "Die Entscheidung gewährleistet das Abitur in Glückstadt", erklärte der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp. "Das Gymnasium hier arbeitet in einer hervorragenden Form." CDU-Kreisfraktionsvorsitzender Dr. Reinhold Wenzlaff ist der Meinung, dass auch gute Schüler gefordert und gefördert werden müssen - ebenso wie Haupt- und Realschüler. "Nur geht dies nicht mit einer Gemeinschaftsschule.

Deshalb sagt die CDU, eine Regionalschule und ein Gymnasium sind besser." Brigitte Engelbrecht, schulpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion, erklärte, dass der Kreis Steinburg mit seiner Trägerschaft den Standort des Gymnasiums und ihre Qualität stärken will. Und die Entscheidung sei notwendig, "damit die Mitarbeiter wissen, wie es weitergeht". Inhaltlich wird sich aber am Detlefsengymnasium einiges tun. "Ab 2008 werden die Schüler nur noch acht Jahre lang unterrichtet", erklärt Hartmut Appel zum Abitur nach der zwölften Klasse, das mit einer zentralen Prüfung abschließt. Hinzu kommt: Die Studienstufe in ihrer jetzigen Form wird in Schleswig-Holstein wieder abgeschafft. Sitzenbleiben gehört bald der Vergangenheit an.

Gerhard Blasberg erklärte zum neuen Schulgesetz, dass der Glückstädter Schulverband noch keinen Antrag für eine Regionalschule gestellt hat. "Noch gibt es eine Haupt- und Realschule. Wie man es ab 2009 nennt, ist mir jetzt egal. Wichtig ist, dass das Gymnasium nicht betroffen ist." Er persönlich hält von einer Gemeinschaftsschule wenig. "Die Schulform hat sich nicht bewährt."
Christine Reimers (sh:z)

Regionalschule und Gemeinschaftsschule
Nach dem neuen Schulgesetz wird es ab 2010/11 keine Hauptschulen und keine Realschulen mehr geben. Sie werden zu Regionalschulen, in denen die Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Nach der Orientierungsstufe wird ab der siebten Klassenstufe zwischen den beiden Bildungsgängen differenziert. Kernfächer werden abschlussbezogen unterrichtet. Der Haupt- und auch der Realschulabschluss bleiben erhalten. Eine weitere Möglichkeit ist die Gemeinschaftsschule. Dort werden alle drei Schularten - Hauptschulen, Realschulen und Gymasium - unter einem Dach und in gemeinsamen Klassenverbänden unterrichtet. Möglich ist auch eine Gemeinschaftsschule ohne gymnasialen Zweig.