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Pressemitteilung vom 04.04.12
Energiewende mit wirtschaftlichem Sachverstand
Luden zu einer energiepolitischen Diskussion ein: Heiner Rickers (l.) und der Hohenlockstedter CDU-Vorsitzende Frank Ritter.
Luden zu einer energiepolitischen Diskussion ein: Heiner Rickers (l.) und der Hohenlockstedter CDU-Vorsitzende Frank Ritter.
Der Atomausstieg stellt Schleswig-Holstein vor gewaltige Herausforderungen: 2022 geht Brokdorf als letztes AKW vom Netz, der nötige Ausbau alternativer Energien hat ein enges Zeitfenster. Über die Probleme - aber auch Chancen - der Energiewende diskutierte der Landtagsabgeordnete Heiner Rickers bei einer Veranstaltung der Hohenlockstedter CDU.

"Abschalten reicht nicht - wir müssen umschalten. Die Energiewende kann nur mit wirtschaftlichem Sachverstand erfolgreich umgesetzt werden", sprach sich Rickers für einen ideologiefreien Ansatz aus. Das mit Abstand größte Potential attestierte der CDU-Politiker der Windkraft, die in den nächsten Jahren einen Großteil der sich abzeichnenden Energielücken schließen soll. Neben technischen Herausforderungen - insbesondere beim Ausbau des Leitungsnetzes - sah Rickers allerdings auch Probleme bei der Akzeptanz in der Bevölkerung. "Es werden mehr, größere und leistungsfähigere Mühlen aufgestellt. Das führt zwangsläufig zu Beeinträchtigungen und Interessenskonflikten", sagte Rickers. Symptomatisch sei in dieser Hinsicht die Fülle von Einsprüchen bei der Ausweisung neuer Windeignungsflächen, durch die sich die abschließende Entscheidung des Ministeriums um Monate verzögern wird. "Ich hätte mir eine schnellere Entscheidung für eine rasche Umsetzung von Windkraft-Projekten gewünscht, aber man hat der Rechtssicherheit den Vorrang gegeben", bedauerte Rickers das langwierige Verfahren.

Zunehmend in der Kritik stehen auch Biogasanlagen und der damit verbundene Maisanbau mit zum Teil weiten Transportwegen. Hier soll allerdings eine deutlich veränderte Förderkulisse für eine Neuausrichtung sorgen. "Ich denke, dass die großen Anlagen ihren Zenit bereits überschritten haben", sagte Rickers: "Ziel sind viele kleine Anlagen, die mit direkt auf dem Hof anfallenden Stoffen betrieben werden können - und das ist genau der richtige Weg."