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Pressemitteilung vom 16.01.12
Hoffnung für die Zukunft – aber Sorge vor der Staatsfinanzkrise
CDU-Fraktionschef Ralph Busch (li.) und Ortsvorsitzender Heinz Köhnke (re.) mit ihrem Gast Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein. <i>Foto: Rother</i>
CDU-Fraktionschef Ralph Busch (li.) und Ortsvorsitzender Heinz Köhnke (re.) mit ihrem Gast Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein. Foto: Rother
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, sro) "Es gibt drei Gruppen von Menschen", sagte Heinz Köhnke gestern Mittag im Hotel Mercure.

"Die erste erkennt gar nicht, dass etwas zu tun ist. Die zweite erkennt, dass viel zu tun ist. Und die dritte tut etwas – sie meine Damen und Herren gehören ohne Ausnahme zu der dritten Gruppe", lobte der Bürgervorsteher und CDU-Ortsvorsitzende die geladenen Gäste beim Neujahrsempfang seiner Partei. Der Christdemokrat blickte auf ein Jahr, dessen "Bilder uns allen noch lange in Erinnerung bleiben werden". Die Reaktorkatastrophe von Fukushima, die EHEC-Epedimie und die Finanzkrise hätten viel verändert. "Im vergangenen Jahr hat die Welt Hoffnung als Ressource dringend benötigt." Dennoch blicke der Christdemokrat voll Zuversicht ins Jahr 2012. "Es hat mich begeistert, mit wie viel Energie und Kreativität Menschen in aller Welt und auch in unserer Stadt Solidarität und Engagement gezeigt haben." Wo Menschen für Menschen Verantwortung übernähmen, würden diese entscheiden, dass Zukunft möglich sei, so Köhnke.

Eine Zuversicht, die Gastredner Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein, nur bedingt teilen wollte. Denn die Bewältigung der Bankenfinanzkrise, die inzwischen zur Staatsfinanzkrise geworden sei, erfordere noch einige Anstrengungen. Und Boll zeigte sich nicht ausnahmslos überzeugt, dass die zurzeit gewählten Mittel, auch die richtigen seien. "Die richtigen Lehren aus der Krise sind noch nicht gezogen." Viele Hebel des Basel-III-Pakets, das die Politik nach der Bankenkrise auf den Weg gebracht habe, setzten nicht dort an, wo sie benötigt würden, nämlich bei den international agierenden Großbanken, den Schattenbanken und den Hedgefonds. Mit den bisherigen Regelungen würden eher die bestraft, die dafür gesorgt hätten, dass Deutschland schnell aus der Krise herauskommt: der Mittelstand.

Boll forderte, dass die Einführung so genannter Eurobonds nicht rigoros ausgeschlossen werden dürfe. Er unterstrich, dass zur Bewältigung der Krise Solidität vor Solidarität gehen müsse. Für Griechenland wünsche sich er sich "realistische Perspektiven für die Menschen", ohne die er die reelle Gefahr eines Aufstandes sehe, so der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes.
sro (sh:z)