CDU-Kreisgeschäftsstelle - Peter Labendowicz
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Pressemitteilung vom 11.12.10
Ende einer Ära: Abschied für Tiemann aus Parteizentrale
Mit Applaus verabschiedet: Hans-Friedrich Tiemann mit seinem Nachfolger Peter Labendowicz (li.) und dem CDU-Kreisvorsitzenden Hans-Jörn Arp (re.). <i>Foto: vm</i>
Mit Applaus verabschiedet: Hans-Friedrich Tiemann mit seinem Nachfolger Peter Labendowicz (li.) und dem CDU-Kreisvorsitzenden Hans-Jörn Arp (re.). Foto: vm
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, vm) Beim CDU-Kreisverband geht eine Ära zu Ende. Nach 18 Jahren wurde Hans-Friedrich Tiemann - kurz: Fiete – jetzt als Kreisgeschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet. Politische und persönliche Weggefährten, Nachbarn und Familie begleiteten den 63-Jährigen in den neuen Lebensabschnitt.

CDU-Kreisvorsitzender Hans-Jörn Arp dankte Tiemann im Namen aller 1400 Mitglieder für eine erfolgreiche Arbeit in der Itzehoer Parteizentrale. Aus den fünf Buchstaben "Fiete" leitete Arp die Eigenschaften ab, die Hans-Friedrich Tiemann in all den Jahren besonders ausgezeichnet hätten: "Fleißig, integer, ehrlich, traditionell und voller Ehrfurcht vor dem, was er hat." Mehr als 2000 morgendliche Telefonate habe er mit seinem Kreisgeschäftsführer geführt – eine Tradition, die Arp auch mit dem Rentner Tiemann gerne fortsetzen will. Ohnehin wird der Hohenasper mit seiner Verabschiedung bei der CDU nicht von der Bildfläche verschwinden. Arp: "Solange es den Kreis Steinburg gibt, wird er auch Kreispräsident sein."

CDU-Landesvorsitzender Christian von Boetticher fand genau diese Kombination aus Beruf und Ehrenamt bemerkenswert. "In meinem Heimatkreis Pinneberg wäre das nicht möglich gewesen. Das hätte einen Aufschrei gegeben." Dass Tiemann sein politisches Hauptamt so gut mit dem überparteilichen Ehrenamt in Einklang zu bringen vermochte, wertete nicht nur von Boetticher als Beleg für eine allseits anerkannte starke Persönlichkeit. In diesem Sinne ist es Tiemann nach Einschätzung des CDU-Landeschefs gelungen, gleich zwei Kronen aufzusetzen: Die Position des Kreisgeschäftsführers wertete von Boetticher als "Krone der parteipolitischen Schöpfung", wohingegen das Amt des Kreispräsidenten die "Krone der kommunalpolitischen Schöpfung" darstelle.

CDU-Landesgeschäftsführer Daniel Günther würdigte Tiemann als "einen der letzten alten Kämpfer". Itzehoes Ortsvorsitzender und Bürgervorsteher Heinz Koehnke sprach von einem Mann, der "zu jeder Zeit immer eine richtige Antwort habe, auch wenn die Frage noch so dusselig war". Eine Dankesurkunde des CDU-Landesverbandes, Tickets für ein HSV-Spiel, einen finanziellen Beitrag für den ersten Laptop, eine Laterne und ein Rundflug über Schleswig-Holstein mit dem Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Dr. Reinhold Wenzlaff, am Steuerknüppel, sollen Tiemann den Abschied aus dem Berufsleben versüßen.

Er selbst gab sich wie gewohnt bescheiden: "Eine so große Überraschung wie die heute Abend hatte ich so nicht geplant." Er dankte vor allem seinen langjährigen Weggefährten und seiner Familie: "Ich war jeden Abend zu Hause – nur manchmal eben sehr spät." Tiemann erinnerte aber auch an die vielen Wahlkämpfe, die er aus der Parteizentrale federführend mit organisiert hatte. Anfang der 90er Jahre sei für die CDU nicht viel zu holen gewesen. Seit 1999 aber habe man auf allen Ebenen Erfolge eingefahren. Zum Schluss überreichte er seinem Nachfolger Peter Labendowicz (Arp: "Ein Mann mit großer kommunalpolitischer Erfahrung") die Schlüssel zur Geschäftsstelle. Der gab sie prompt zurück: "Sonst kommst du ja morgen nicht in dein Büro." Offiziell ist Tiemann bis zum Jahresende im Dienst. Als Kreispräsident bleibt er es ohnehin wohl zumindest bis zur nächsten Kommunalwahl, die für die Steinburger CDU dann aber Labendowicz organisiert.
Volker Mehmel (sh:z)