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Pressemitteilung vom 12.02.07
Stadtrundfahrt mit vielen guten Nachrichten
Blick auf die Alsen-Pläne (v. l.) Heinz Köhnke, Ralph Busch, Dietrich Austermann, Ingrid Reichhelm, Berndt Doege und "Media Markt"-Geschäftsführer Dirk Hahnfeldt. Foto: Ruff
Blick auf die Alsen-Pläne (v. l.) Heinz Köhnke, Ralph Busch, Dietrich Austermann, Ingrid Reichhelm, Berndt Doege und "Media Markt"-Geschäftsführer Dirk Hahnfeldt. Foto: Ruff
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, lpe) "Media Markt", Bahnquerung Wellenkamp, "Südspange" - die Orts-CDU lud ein zu einer "Tour de Itzehoe" mit Wirtschaftsminister und gewichtigen Themen.(

Itzehoe - Ein Kleinbus und ausgewählte Ziele: die gewohnte Rezeptur für eine Rundreise mit der CDU. Dieses Mal fand sich eine besondere Würze: Wirtschaftsminister Dietrich Austermann fuhr mit durch seine Heimatstadt. Er sah viel Positives - und trug selbst eine Reihe guter Nachrichten bei.

ISiT
Austermann gab bekannt, dass sich ein Chiphersteller am Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISiT) ansiedeln wolle. Zu zunächst 50 Jobs könnten weitere hinzukommen. Hunderte Arbeitsplätze gar verspricht er sich von einem zweiten Reinraum am ISiT, für den mehr als 100 Millionen Euro investiert werden sollen. Heute treffe er sich mit dem Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft. Den Antrag für den Bau hat Austermann dabei.

Alsen
Der "Media Markt" auf Alsen: Werbung an den Wänden, der 2900 Quadratmeter große Verkaufsraum scheint nur noch auf Regale und Ware zu warten. "Wir werden noch vor Ostern eröffnen", informierte Geschäftsführer Dirk Hahnfeldt. 40 Mitarbeiter aus der Region, teils bisher in der Halstenbeker Filiale tätig, werden beschäftigt. "Wir haben vor aufzustocken", so Hahnfeldt, der die "klasse Zusammenarbeit" mit der Stadt und der Agentur für Arbeit lobte: 20 Angestellte seien über die Behörde gefunden worden. Jens Förster von der auf Alsen tätigen Projekt GmbH wies darauf hin, dass es für den Markt eine eigene Gesellschaft mit Sitz in Itzehoe gibt. "Sie zahlen Gewerbesteuer hier bei uns? Das hören wir gern", frohlockte CDU-Fraktionschef Ralph Busch. Der Ortsvorsitzende Heinz Köhnke sieht in dem Markt einen "absoluten Gewinn", der hoffentlich Einkaufsströme künftig nach Itzehoe lenken werde. "Ich freue mich, dass das zähe Geschäft vorankommt", sagte Austermann zu Alsen. Damit es weitergehe, müsse das Umfeld attraktiver werden, auch die Kulturmeile, war man sich einig. Kay Plewnia von der Projekt GmbH setzte auf partnerschaftliche Zusammenarbeit: Hunderttausende Kubikmeter seien abgerissen worden - nach seinen Worten eine Folge der guten Kontakte zur CDU. Während Bauausschuss-Vorsitzender Berndt Doege die Vorhaben für den Westteil wie Kulturmeile und Veranstaltungsfläche erläuterte, verwies Busch darauf, dass Bürgermeister Rüdiger Blaschke den Auftrag bekommen habe, über einen Ankauf der Fläche zu verhandeln. Ein weiteres Thema war Gewerbe auf dem restlichen Areal: Doege brachte den TÜV und eine Rettungsstation ins Spiel, Plewnia erklärte, dass es Nachfrage nach weiteren Ansiedlungen gebe, gerade wegen "Media Markt". Der Bebauungsplan sollte optimiert werden, meinte Förster. Austermann dazu: "Je weniger fest geschrieben wird, desto größer ist die Nachfrage." Einen Riegel schob Doege vor: "Keine innenstadtschädliche Nutzung."

"Südspange"
Ohne die Aussicht auf den Bau der "Südspange" hätte sich das Autohaus Eskildsen nicht an der Potthofstraße angesiedelt. Das machte Jörg Eskildsen vor der CDU-Delegation deutlich. Deren klare Botschaft: Ist die Bahnquerung Wellenkamp geschafft, kommt die Umgehung, die in drei Bauabschnitten über die Störfischer- an die Gasstraße, schließlich aber durch die Niederung hinter "Prinovis" zur Autobahnanschlussstelle Itzehoe-West führen soll. Planungskosten seien im Etat 2007 enthalten, auch weil die Verkehrsbelastung in der Lindenstraße ein Ende haben müsse, so Busch. Klares Bekenntnis von Austermann: "Wenn zugesagt wird, dass das Vorhaben insgesamt verwirklicht wird" - Einwurf Doege: Die Planung laufe -, dann, so der Minister, "können wir das Vorhaben fördern, und ich sorge dafür, dass das Geld zeitgerecht da ist." Dabei geht es um 75 Prozent des 13-Millionen-Euro-Projekts. Eskildsen hörte es gern - und denkt schon daran, sich Fläche für eine spätere Erweiterung zu sichern.

Bahnquerung Wellenkamp
Am Prinzeßhofpark machte sich Wirtschaftsminister Dietrich Austermann auf seiner Itzehoe-Tour mit der CDU nur kurz ein Bild. An anderen Orten blieb er länger. Zum Beispiel auf der größten Baustelle der Stadt: Matthias Hudaff von der DB ProjektBau GmbH schilderte, dass ab April der Einbau von Hilfsbrücken beginne, um den Tunnel unter den Bahngleisen graben zu können. Zwei Mal, vom 13. bis 17. sowie vom 24. bis 27.April müsse die Bahnstrecke dafür gesperrt werden, Ersatzverkehr wird fahren. Also nicht während der Osterzeit, " da lege ich Wert drauf", sagte Austermann. "Da lege ich Wert drauf." Im ersten Halbjahr 2008 soll der Tunnel laut Hudaff fertig sein, das gesamte Vorhaben Ende 2008, wenn der Fußgängertunnel am jetzigen Bahnübergang fertig ist, der dann still gelegt wird. Möglich sei das alles, so betonte CDU-Fraktionschef Ralph Busch, nur durch die eigenen erfolgreichen Verhandlungen mit den Alsen-Eigentümern.

Firmenbesuche
Einen "Vorbildbetrieb", so CDU-Ortsvorsitzender Heinz Köhnke, lernte Austermann mit "Thies Gesundheitspartner" und der Tochter "Medicenter" in der Gasstraße kennen. Geschäftsführer Torsten Schröder deutete die Probleme an, die es bei der Suche nach einem neuen Sitz für das ganze Unternehmen gab, mit der Stadt, aber auch wenig befriedigenden Auskünften aus Austermanns Ministerium. Auch wenn die Gesundheitsreform für den Betrieb mit 160Beschäftigten eine Katastrophe sei: "Wir werden in Itzehoe weiter Arbeitsplätze schaffen." Dafür bat er um Hilfe, die Austermann zusagte. Denn seit dem 1.Januar gibt es ganz neue Chancen auf EU-Fördermittel. Das betonte er nochmals im "hagebaumarkt", neben dem zurzeit eine 3500 Quadratmeter große Halle für das Bauzentrum Schröder entsteht. Rund 27 000 Quadratmeter innen und außen und 100 Mitarbeiter werden die Betriebe nach den Worten von Geschäftsführer Karl-August Geest schließlich umfassen. Fünf Millionen Euro würden investiert, am 1. Oktober soll die Eröffnung sein. Für die Flächen an der Lise-Meitner-Straße gibt es eine Nachnutzung: In das Fliesengeschäft zieht laut Geest ein Tierfutterhandel, der Baustoffmarkt nimmt die eigene Granit- und Marmorschleiferei aus Hamburg mit sechs Mitarbeitern auf.

Da fiel Austermann das Schlussfazit nach mehr als drei Stunden Rundreise leicht: "Ich freue mich über die Dynamik, die sich in Itzehoe eingestellt hat." Er versprach weitere Unterstützung - denn die Westküste habe dabei und bei Investitionen einen Nachholbedarf.
lpe (sh:z)