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Pressemitteilung vom 10.09.09
Regionale Verantwortung stärken
Diskutierten in Kiebitzreihe: Hans-Jörn Arp, Dr. Christian von Boetticher, Dr. Rolf Koschorrek und Dr. Michael von Abercron (v.l.).
Diskutierten in Kiebitzreihe: Hans-Jörn Arp, Dr. Christian von Boetticher, Dr. Rolf Koschorrek und Dr. Michael von Abercron (v.l.).
Einen harten Sparkurs und mehr Engagement für den ländlichen Raum hat Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher (CDU) bei einer Diskussionsveranstaltung mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Rolf Koschorrek, dem Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp und dem Landtagskandidaten Dr. Michael von Abercron in Kiebitzreihe gefordert.

"Die Zeit der großen Versprechungen ist vorbei", sagte von Boetticher und mahnte eine grundsätzliche Aufgabenkritik bei der öffentlichen Hand an: "Es muss überprüft werden, auf welche Aufgaben das Land verzichten kann." Gerade in dieser Situation erhalte lokales ehrenamtliches Engagement eine zentrale Bedeutung, sagte der Minister und hob als Beispiel das Programm "Aktivregion" hervor. "Hier geht es um Projekte, die von unten gewachsen sind. Das ist ein hervorragendes Beispiel für die Philosophie der CDU, nicht alles zentral zu regeln, sondern auf die Menschen in der Region und das Ehrenamt zu vertrauen."

Eine drastische Deregulierung forderte der Bundestagsabgeordnete Dr. Rolf Koschorrek auch für das Gesundheitswesen. Nach der Entschuldung der Krankenkassen sei es Zeit, deren Beitragshoheit wieder zu stärken, sagte der CDU-Gesundheitsexperte: "Ich will Vielfalt und Wettbewerb, ich will regionale Player - es muss nicht alles aus Berlin ferngesteuert werden." Überfällig, so Koschorrek, sei aber auch mehr Transparenz bei den gewaltigen Geldströmen des Systems: "Um Eigenverantwortung zu übernehmen, muss der Patient wissen, welche Kosten er mit einer Behandlung auslöst. In unserem derzeitigen System verschwindet viel zu viel Geld in einem schwarzen Loch."

In der Diskussion mit dem Publikum stand vor allem die dramatische Situation vieler Milchbauern im Vordergrund. In der Verantwortung sah der Minister die durch die weltweite Krise eingebrochene Nachfrage, auf die mit nationalen Maßnahmen kaum reagiert werden könne. Wichtig seien in dieser "katastrophalen Lage" stark aufgestellte Meiereien als Gegengewicht zu den Handelsriesen - ebenso wichtig sei es aber auch, das Bewusstsein des Verbrauchers für regionale Produkte zu wecken. Diesen Ansatz unterstrich auch Hans-Jörn Arp: "Wenn man im Einzelhandel einmal ins Kühlregal sieht, stellt man fest, dass 90 Prozent der Produkte nicht aus Schleswig-Holstein kommen - das muss sich ändern."