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Pressemitteilung vom 31.03.09
Arbeitsmarkt in der Krise - Angebote und Chancen nutzen
Angeregte Diskussion in Itzehoe: Klaus-Dieter Lange, Michaela Bagger, Dr. Rolf Koschorrek, Hans-Jörn Arp, Thomas Kenntemich und Heinz-Lorenz Lüerssen (v.l.).
Angeregte Diskussion in Itzehoe: Klaus-Dieter Lange, Michaela Bagger, Dr. Rolf Koschorrek, Hans-Jörn Arp, Thomas Kenntemich und Heinz-Lorenz Lüerssen (v.l.).
Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise schlägt längst auch auf den regionalen Arbeitsmarkt durch. Gerade in der Krise eröffnen neue Arbeitsmarktprogramme aber auch Chancen, die es zu nutzen gilt. Diese Botschaft stand im Mittelpunkt eines Gesprächs des Bundestagsabgeordneten Dr. Rolf Koschorrek und des Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp mit der Leitung der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Den deutlichen Anstieg der Arbeitslosenquote in den ersten Monaten des Jahres auf 6,3 Prozent setzte Thomas Kenntemich, Chef der Agentur für Arbeit Elmshorn, gleich zu Beginn in klare Relationen: "Vor vier Jahren, unmittelbar nach Einführung der Hartz IV-Reformen, lag die Arbeitslosigkeit noch um 40 Prozent höher", sagte Kenntemich mit Blick auf die positive Entwicklung der vergangenen Jahre. Für den nun einsetzenden Abschwung sieht sich die Agentur für Arbeit personell - aber auch finanziell - gut gerüstet.

Im Gespräch verwiesen Heinz-Lorenz Lüerssen (Leiter der Geschäftsstelle Itzehoe), Klaus-Dieter Lange (Geschäftsführer der ARGE Steinburg) und Michaela Bagger (Geschäftsführerin des operativen Bereichs) auf neue arbeitsmarktpolitische Instrumente und zusätzliche Mittel aus dem Konjunkturprogramm. Damit sei es möglich, finanzielle Anreize für Neueinstellungen zu schaffen, vor allem aber auch Qualifizierungsmaßnahmen deutlich auszubauen.

Offensichtlich noch kaum bekannt ist nach den Erfahrungen der Arbeitsagentur dabei die Möglichkeit, Phasen der Kurzarbeit für Fortbildungsmaßnahmen zu nutzen. "Mit finanzieller Unterstützung durch den Staat besteht hier die Chance, die Mitarbeiter während der Kurzarbeit für kommende Zeiten mit besserer Auftragslage zu qualifizieren", sagte Kenntemich.

"Es gibt viele neue Instrumente für den Arbeitsmarkt. Wichtig ist es jetzt, sie in den Betrieben bekannt zu machen und für die Schaffung und Sicherung von dauerhaften Arbeitsplätzen zu nutzen", unterstrich Koschorrek die Notwendigkeit gezielter Information. Als probates Mittel sahen die Vertreter von Politik und Arbeitsagentur dabei regionale Initiativen und Netzwerke zum Erfahrungsaustausch. "Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, wenn Bürgermeister ihre ortsansässigen Betriebe zum Gespräch einladen. Wir nutzen jedes Forum, bei dem wir unsere Dienstleistungen vorstellen können. Jede Art von Erfahrungsaustausch kann nur hilfreich sein", sagte Kenntemich.

Gefordert sah er die Politik vor allem noch bei besseren Rahmenbedingungen für die Neuansiedelung von Betrieben. Der Wunsch nach weniger Bürokratie und schnelleren Entscheidungen fand bei allen Teilnehmern vollste Unterstützung. "Der Abbau unnötiger Regulierungen und Vorschriften ist - gerade in der Krise - das beste und billigste Konjunkturprogramm, das es gibt", sagte Hans-Jörn Arp: "Dieses Thema gehört immer wieder auf die Tagesordnung."