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Pressemitteilung vom 14.11.08
Parteitag der drei Generationen
Organisieren gemeinsam den Sonderparteitag der Steinburger Christdemokraten (v.li.): Doris Ulka, Mark Helfrich, Heinz Schönhoff, Martin Kreczko und Marion Gaudlitz. <i>Foto: Mehmel</i>
Organisieren gemeinsam den Sonderparteitag der Steinburger Christdemokraten (v.li.): Doris Ulka, Mark Helfrich, Heinz Schönhoff, Martin Kreczko und Marion Gaudlitz. Foto: Mehmel
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, vm) Auf einem Sonderparteitag wollen sich die Steinburger Christdemokraten erstmals intensiv mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Region befassen.

"Drei Generationen für eine Zukunft" ist die Veranstaltung überschrieben, die generationenübergreifend von den Partei-Organisationen Junge Union, Frauen-Union und Senioren-Union organisiert wurde."Wir haben die Veranstaltung erkämpft", macht Senioren-Sprecher Heinz Schönhoff deutlich, weil das Thema auch in den eigenen Reihen noch nicht überall angekommen sei. Das soll sich mit einer konzertierten Aktion nun ändern.

Grundlage, so erläutert die Hohenfelderin Marion Gaudlitz, ist das so genannte Moro-Gutachten, das für den Kreis Steinburg unter anderem weniger Kinder, weniger Einwohner, aber sehr viel mehr ältere Menschen und spürbare Veränderungen zum Beispiel bei den öffentlichen Einrichtungen und im Personennahverkehr prognostiziert. "Wir müssen ein Bewusstsein für eine sich verändernde Altersstruktur schaffen. Und das kann und soll in den Kommunen beginnen." Gaudlitz warnt davor, dass die in der Erhebung gesammelten Daten und Fakten jetzt in einer Schublade verstauben. Die Folgen und Konsequenzen müssten vielmehr für die Kommunalpolitiker lesbar und Maßnahmen umsetzbar gemacht werden. Für ihre Gemeinde könnte dies bedeuten: Sehr viel mehr ehrenamtliches Engagement und die Einrichtung von Treffpunkten. Aktuell sei als kleiner Baustein die Schaffung einer Boule-Bahn in der Diskussion.

Handlungsbedarf sieht Gaudlitz auch beim Öffentlichen Personennahverkehr. "Warum nicht einen Verein gründen ? Wir machen das Dorf mobil", lädt sie zu kreativen Überlegungen ein. Die Themenpalette ist groß. Heinz Schönhoff plädiert für die Übernahme des Schweizer Rentenmodells und verweist auf entsprechende Forderungen seiner Landes-Senioren-Union. Mark Helfrich sieht einen "unstrittigen Handlungsbedarf" auf allen Ebenen. In anderen Ländern, so seine Beobachtung, werde mit den Themen und Problemen sehr viel pragmatischer umgegangen. Und Doris Ulka geht es vor allem darum, eingefahrene "Strukturen aufzubrechen".

Pflegelandschaft, Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen, die Verhinderung des Wegzugs qualifizierter Mitarbeiter aus der Region, Schul- und Kindergartenstandorte und viele Themen mehr müssen nach Ansicht des Unions-Quintetts dringend auf die kommunale Agenda. Entsprechend soll der Parteitag, der am Dienstag, 18. November, um 19.30 Uhr in den Brokstedter Bürgerstuben stattfindet, auch nur als erste "Impulsveranstaltung" gesehen werden. Referent ist an dem Abend der CDU-Arbeits- und Sozialexperte Dr. Ralf Brauksiepe. "Für mich können wir sowieso nichts mehr ändern, aber ich habe zehn Enkelkinder", sagt der 70-jährige Heinz Schönhoff. Sein Organisations-Partner von der Jungen Union, Martin Kreczko, ist 20. Deshalb steigt auch er voll in das Thema ein.
Volker Mehmel (sh:z)