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Pressemitteilung vom 11.11.08
Bürgermeister machen sich für Radweg stark
Sind guter Hoffnung, dass es mit dem Bau des Radweges zumindest von Kremperheide bis Brokreihe doch noch klappt (v.li.): Hans-Jörn Arp, Harm Früchtenicht, Dörte Harms, Hans-Jochen Bose und Günter Meyer. <i>Foto: Mehmel</i>
Sind guter Hoffnung, dass es mit dem Bau des Radweges zumindest von Kremperheide bis Brokreihe doch noch klappt (v.li.): Hans-Jörn Arp, Harm Früchtenicht, Dörte Harms, Hans-Jochen Bose und Günter Meyer. Foto: Mehmel
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, vm) Für die vier Gemeinden Kremperheide, Krempermoor, Bahrenfleth und Krempdorf gibt es keinen Zweifel: Ein Radweg an der Landesstraße 120 muss her – besser heute als morgen.

Nachdem es mit dem Hinweis auf die hohe Staatsverschuldung aber eine Ablehnung aus Kiel gegeben hat, holten Vertreter der vier Kommunen mit Amtsvorsteher Harm Früchtenicht an der Spitze jetzt den Landtagsabgeordneten und verkehrspolitischen Sprecher der CDU, Hans-Jörn Arp, mit ins Boot.

Bei einem Ortstermin konnte auch der Christdemokrat den Handlungsbedarf für den Bau eines Radwegs nur bestätigen. Gemeinsam will das Quintett jetzt versuchen, die erforderlichen Gelder doch noch in den Landeshaushalt für 2009 zu bekommen. „Es heißt ja immer, das Land wolle künftigen Generationen nicht einen so hohen Schuldenberg hinterlassen. Was nützt das aber, wenn man die künftige Generation erst tot fährt“, formulierte es Früchtenicht. Den dringenden Bedarf kann der Amtsvorsteher mit konkreten Zahlen belegen. Pro Jahr werde allein die Störfähre „Else“ von 14 000 Radfahrern und Fußgängern genutzt. Ein Großteil davon sei auf der Landesstraße zwischen Bahrenfleth und Kremperheide unterwegs. Hinzu kämen ungezählte weitere Radfahrer und auch Schulkinder.

Aktuell geht es um ein erstes Teilstück von Kremperheide bis Brokreihe, das in der Planung des Landes bereits verankert war, nun aber wieder gestrichen wurde. Begründung aus dem Verkehrsministerium: Radwege außerhalb von Ortschaften sollten nur noch dort angelegt werden, wo es Lücken im landesweiten Radwegenetz gebe und die Verkehrssituation dies unverzichtbar mache. Genau diese Situation trifft nach Einschätzung der betroffenen Gemeinden aber auch zu. Harm Früchtenicht betont darüber hinaus die steigende Bedeutung des sanften Tourismus für die gesamte Region. Vor diesem Hintegrund machen die Ortsoberhäupter deutlich, dass das große Ziel eine Weiterführung des Radwegs bis nach Krempdorf sei, was Bürgermeisterin Dörte Harms denn auch entsprechend unterstrich.

Der Krempermoorer Bürgermeister Günter Meyer erinnerte daran, dass der Radweg schon seit langer Zeit geplant sei. Schon vor vier oder fünf Jahren habe es erste Gespräche mit betroffenen Grundstückseigentümern gegeben.

Für Hans-Jörn Arp steht die Notwendigkeit des Radwegs außer Frage. Zwar könne derzeit nur jeder zweite Kilometer an einer Landesstraße über einen separaten Teil für Zweiräder verfügen. Angesichts der aus der Krempermarsch vorgelegten Zahlen sei der Bedarf hier aber wohl mit am größten. Der Landtagsabgeordnete verbreitete die Hoffnung, dass das Projekt im Rahmen der Haushaltsberatungen noch auf die so genannte „Nachschiebeliste“ kommt. Arp fügte vor dem Hintergrund der Milliarden-Verpflichtungen für Banken hinzu, dass „durch die Finanzkrise jetzt nicht alles zum Stillstand kommen darf“. Gerade jetzt – zumal die Preise im Keller seien – müssten Aufträge an die Bauwirtschaft vergeben werden. Arp ermunterte daher auch die Gemeinden und den Kreis, Investitionen zu tätigen.

Bei den Bahrenflethern lief Arp damit offene Türen ein. Harm Früchtenicht kündigte grünes Licht aus seiner Heimatgemeinde für den Radwege-Anschluss der Störfähre über das Gemeindegebiet an. Die Strecke soll von der Anlegestelle über den Kudamm bis an die Schmiede laufen. Ab dort wäre dann wieder das Land zuständig. Die volle Unterstützung des Abgeordneten Arp haben die Gemeinden jedenfalls schon. Der Wackener will in den nächsten Wochen zudem einen Ortstermin mit einem hochrangigen Ministeriumsvertreter organisieren.
Volker Mehmel (sh:z)