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Pressemitteilung vom 18.09.08
Landes-CDU - Bekenntnis zum Atomstrom
Information über das Kernkraftwerk (v.li.): Der Steinburger Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp, Kraftwerksleiter Uwe Jorden, CDU-Landtagsfraktionsvorsitzender Johann Wadephul und der Brokdorfer Bürgermeister Werner Schultze. <i>Foto: Rosenburg</i>
Information über das Kernkraftwerk (v.li.): Der Steinburger Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp, Kraftwerksleiter Uwe Jorden, CDU-Landtagsfraktionsvorsitzender Johann Wadephul und der Brokdorfer Bürgermeister Werner Schultze. Foto: Rosenburg
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, rg) Ein klares Bekenntnis zur friedlichen Nutzung der Kernenergie und damit auch ein deutliches Ja zu einer verlängerten Laufzeit des Kernkraftwerks Brokdorf gaben die Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion.


Sie hielten ihre turnusmäßige Fraktionssitzung ausnahmsweise nicht in Kiel, sondern im Brokdorfer Werk ab, um sich vor Ort über Ausbildungs- und Arbeitsplatzsituation ebenso wie über Sicherheit des Kernkraftwerks und den Brandschutz zu informieren. Ein Besuch, der offenbar überzeugte: Als "vorbildlichen Arbeitgeber" bezeichnete Landtagsabgeordneter Hans-Jörn Arp den Kraftwerksbetreiber E.on und er lobte die "Sicherheitsstandards auf höchstem Niveau". "Ich habe Vertrauen zur Werksleitung und zu den Mitarbeitern", betonte er gegenüber Kraftwerksleiter Uwe Jorden. Arp versicherte, dass gutes Einvernehmen zwischen dem Kreis Steinburg und dem Kernkraftwerk bestehe.

"Wir müssen Zeichen setzen in der derzeitigen energiepolitischen Situation", unterstrich Fraktionschef Johann Wadephul. Er sieht die Verlängerung der Laufzeiten bundesdeutscher Kernkraftwerke als die risikoärmste Alternative an - angesichts wachsenden weltweiten Energiebedarfs, begrenzter fossiler Reserven, politisch instabiler Lagen in vielen für die Energieversorgung bedeutenden Regionen und des durch schädliche Klimagase zunehmenden Klimawandels. Über den Atomkonsens, aus dem sich Grüne und SPD bedauerlicherweise verabschiedet hätten, müsse neu verhandelt werden. Wadephul forderte, die Endlagerproblematik umgehend wieder anzugehen. "Da ist zu lange verschleppt und verzögert worden. Wir brauchen unabhängig von der Frage der Laufzeitverlängerung ein Endlager für hochradioaktiven Abfall."

Wadephul: "Es ist unerträglich, dass manche so tun als verschwinde der Müll, wenn die Kraftwerke abgeschaltet werden." Gleichwohl sei es wichtig, die Möglichkeiten im Bereich der Energieeinsparung und -effizienz, der "Energiekompetenz" des Verbrauchers sowie zur Intensivierung der Energieforschung weiter auszubauen. Verzicht auf Kernenergie, so fügte Arp hinzu, würde die Strompreise in die Höhe schnellen lassen, weil Strom zugekauft werden müsse. Windenergie sei zwar eine Alternative, aber keine hundertprozentige. Windkraftanlagen hätten eine Auslastung von 15 bis 20 Prozent. Während ein Kernkraftwerk über das Jahr zuverlässig Strom liefere. Ein Ausstieg aus der Atomenergie wäre unverantwortlich, so Arp.
Ilke Rosenburg (sh:z)