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Pressemitteilung vom 21.04.08
Koschorrek: Containerhafen unwahrscheinlich
Trafen sich am idyllischen Deich von Kollmar (von links): Klaus-Günther Heeschen, Rörd Braren, Dr. Rolf Koschorrek, Hermann Thormählen, Paul Einbrodt und Alexander Zühl.
Trafen sich am idyllischen Deich von Kollmar (von links): Klaus-Günther Heeschen, Rörd Braren, Dr. Rolf Koschorrek, Hermann Thormählen, Paul Einbrodt und Alexander Zühl.
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, cr) "Die Idee ist theoretisch interessant." Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Güterverkehrszentrum mit Containerhafen nach Kollmar komme, sei aber gering. Dies sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr.Rolf Koschorrek jetzt in Kollmar.


Und wenn die Idee umgesetzt werde, erst in 20 Jahren, "dann, wenn der Verkehr fließt." Dr. Koschorrek war einer Einladung des CDU-Ortsvereines zu einem Treffen bei Reeder Rörd Braren gefolgt. Der Experte für Schifffahrt ist selbst nicht in der CDU. Koschorrek riet zur Gelassenheit bei dem Thema Güterverkehrszentrum, das unter dem Stichwort "Containerhafen" besprochen wurde. "Sie haben noch viele Jahre Zeit zum diskutieren." Er beruhigte die Kollmaraner: "Es macht keinen Sinn, wenn jedes Dorf seinen Containerhafen hat."

Das griff er auch später in der Diskussion darüber, ob Kollmar statt eines Güterverkehrszentrums an der A20 eventuell ein Gewerbegebiet anbieten sollte. "Eine Gemeinde muss nicht immer nur an Gewerbe denken." Sie müsse sich allerdings frühzeitig entscheiden und dies der Regionalplanung mitteilen. Koschorrek stellte darüber hinaus fest, dass das Thema "Containerhafen" außerhalb Kollmars keinen so recht interessiere. CDU-Ortschef Paul Einbrodt sprach sich für eine "schöne Wohngemeinde" aus. "Wer hier in Kollmar wohnt, will seine Ruhe haben, Kinder groß ziehen und woanders arbeiten." Es müsse nicht überall Gewerbe geben, meinte auch er. Glückstadt sei mit seinen Flächen dafür geeigneter. Generell äußerte der 78-Jährige aber zu dem Thema, dass Visionen möglich sein müssten. Über die Idee eines Gewerbegebietes an der A20 sei noch nicht diskutiert worden. Zum Containerhafen erklärte der pensionierte Direktor des Detlefsengymnasiums: "Darüber brauchen wir erst zu diskutieren, wenn etwas vorliegt."

Klaus-Günther Heeschen äußerte sich zum "Containerhafen" eher skeptisch. "Hier wird ein Ei gelegt, das langsam ausgebrütet wird. Wir müssen jetzt aufpassen." Ein geeigneterer Standort für einen Containerhafen als Kollmar sei Brunsbüttel, meinte Reeder Rörd Braren. Denn dass etwas in Schleswig-Holstein gemacht werden müsse, sei für ihn unstrittig, da die Kapazitäten des Hamburger Hafens 2015 ausgeschöpft seien. "Westlich von Hamburg muss etwas geschehen", unterstrich er. Technisch machbar wäre ein Containerhafen an der Elbe von Kollmar, räumte der Reeder ein. "Ich halte ihn aber nicht für sinnvoll." Er sei auch bei den Bürgern nicht durchsetzbar, weil die Wohnqualität leiden würde. Zudem sei Kollmar ein Naherholungsgebiet. Themen waren auch die geplante Autobahn 20 sowie die Elbvertiefung.
nChristine Reimers (sh:z)