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Pressemitteilung vom 14.04.08
Trecker-Demo vor Austermann-Frühschoppen
Diskutierten mit CDU-Mitgliedern und anderen Gästen: (von links) Dieter von Leesen, Peter Mohr und Dietrich Austermann. <I>Foto: Reimers</I>
Diskutierten mit CDU-Mitgliedern und anderen Gästen: (von links) Dieter von Leesen, Peter Mohr und Dietrich Austermann. Foto: Reimers
(Quelle: Norddeutsche Rundschau, cr) Containerhafen Kollmar, A20, Elbvertiefung und Betriebsfeuerwehr für den Elbtunnel – dies waren gestern Morgen die meist diskutierten Themen bei einer CDU-Veranstaltung.


Ein ungewöhnliches Bild zur Kirchenzeit: Zahlreiche Trecker und Autos fuhren gestern Morgen an der Gaststätte „Zur Linde“ vorbei. Transparente zierten die Fahrzeuge: „Tunnel statt Fähre – nein Danke“ und „Kein Containerhafen in Kollmar“ sowie jede Menge Plakate zur A20. Unterwegs waren Bauern und Anlieger der künftigen Autobahn. Ihr Ansprechpartner: Wirtschaftsminister Dietrich Austermann. Fast unbemerkt von den Demonstranten erreichte der Minister dann aber den Frühschoppen, der auf Einladung der CDU-Ortsverbände Herzhorn/Borsfleth und Sommerland in der „Linde“ stattfand. Auf dem Podium saßen Dietrich Austermann, Peter Mohr aus Borsfleth und Dieter von Leesen aus Sommerland. Im Saal waren viele CDU-Anhänger, aber auch zahlreiche andere Bürger – vor allem aus Umlandgemeinden.

Vier Kernthemen bestimmten den Frühschoppen: Containerhafen Kollmar, A20, Elbvertiefung und Betriebsfeuerwehr für den Elbtunnel. Klar war am Ende, dass fast nichts klar ist. Das viel diskutierte „Güterverkehrszentrum“ lief unter dem Stichwort „Containerhafen“. „Es gibt keine konkrete Entscheidung“, erklärte Minister Austermann. „Es gibt eine Idee.“ Der Gedanke sei, „auf dieser Seite der Elbe“ bezüglich eines Logistkontors etwas zu machen. Denn es gäbe Engpässe im Hamburger Hafen. „Dabei könnte die A20 eine Rolle spielen“, erklärte der Minister. „Der Gedanke als solches ist nicht idiotisch“, merkte er zum Güterverkehrszentrum an. Aber es hätte vorher mit den Vertretern der betroffenen Gemeinde gesprochen werden müssen, bevor die Idee an die Presse ging. Es sei jetzt jedoch noch zu früh, um sich zu ereifern. Und er warnte davor, daraus „Honig zu saugen“ für den Kommunalwahlkampf.

Kollmars Bürgermeister Jens Brockmüller hatte sich beschwert, dass der Projektentwickler bezüglich des Containerhafens „mit 36 Institutionen gesprochen hat, nur nicht mit uns. Das ist skandalös“. Nach Brockmüllers Recherchen komme für solch ein Vorhaben nur Kollmar in Frage. Weiteres Schwerpunktthema war die A20. Entgegen aller Gerüchten werde auch weiterhin mit der Zufahrt zur A20 in Sommerland geplant, so Austermann. Zudem sprach er sich in der Diskussion dafür aus, dass Flüsterasphalt eingesetzt wird. Und auf die Kritik von Sommerlands Bürgermeisterin Helga Ellerbroock, dass im Planfestellungsverfahren erhebliche Fehler im wasserwirtschaftlichen Bereich gemacht wurden, versprach der Minister: „Es wird Verbesserungen geben.“ Zur Elbvertiefung stellte er klar: „Es gibt wenig überzeugende Argumente, die gegen eine Elbvertiefung sprechen.“ Die Belange von Deich- sowie Naturschutz seien wichtig und die Häfen dürften nicht verschlicken. Weiterhin sprach er sich für die Erweiterung des Störsperrwerkes aus. Dafür müsse sich aber vorher die Peters-Werft für den Bau eines neuen Docks entscheiden.

Auch Peter Mohr musste als Kreistagsabgeordneter Rede und Antwort stehen. Für ihn ist der Containerhafen „reine Utopie. Ich glaube zurzeit nicht daran.“ Klare Aussagen machte er zu möglichen Folgen der Elbvertiefung, der Verschlickung. „Ich fordere einen Fond von 50 Millionen Euro.“ Aus diesem sollten die Betreiber der Häfen ihr Geld bekommen. Zu einer Feuerwehr für den Elbtunnel erklärte er für die ehrenamtlichen Wehren: „Das können wir nicht leisten.“ Weniger eindeutig war die Aussage von Austermann. Es sei selbstverständlich, dass für „optimale Sicherheit“ gesorgt werde. „Der Tunnel wird hochprofessionell betrieben, mit einer permanenten Überwachung einer Verkehrsleitzentrale.“ In zwei Jahren werde die Entscheidung fallen, ob die Tunnelwehr aus Profis bestehen werde oder ob die ehrenamtlichen Wehren optimal ausgestattet werden. „Mit Geldern des Bundes.“
cr (sh:z)