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Pressemitteilung vom 28.03.08
"Die Deichsicherung muss absoluten Vorrang haben"
Diskutierten über die Perspektiven an der Elbe: Hans-Jörn Arp und Alexander Zühl (v.l.).
Diskutierten über die Perspektiven an der Elbe: Hans-Jörn Arp und Alexander Zühl (v.l.).
Kollmar ist idyllischer kleiner Ort an der Elbe - mit dem Elbtunnel der A20, der Elbvertiefung und neuen Ideen für Container-Umschlag steht die Gemeinde aber auch im Zentrum gewaltiger Infrastruktur-Maßnahmen. Bei einem Ortstermin im Bielenberger Hafen diskutierten der Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp und der Kreistagskandidat Alexander Zühl über die Zukunftsperspektiven.

Mit einem gewissen Misstrauen sehen die Elbanrainer die geplante Fahrrinnenanpassung - befürchtet werden Strömungsveränderungen und eine Verschlickung der kleinen Häfen. "Die Elbvertiefung ist für die Entwicklung des Hamburger Hafens absolut notwenig, wir sind ohne wenn und aber dafür", betonte Arp die wirtschaftliche Seite, setzte dabei aber auch einen klaren Kontrapunkt: "Die Deichsicherung muss absoluten Vorrang haben." Als wichtige Maßnahme sah er die gezielte Vorspülung von Sedimenten zur Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit.

Ein entscheidender Punkt sei aber vor allem auch die angemessene Beteiligung Hamburgs an den Folgekosten der Elbvertiefung. Die zehn Millionen Euro, die Hamburg in einen Fonds zur Beseitigung von Verschlickungen einzahlen will, stufte der Landtagsabgeordnete als deutlich zu wenig ein: "Angemessen wäre eine Verdoppelung der Einlage auf 20 Millionen Euro. Damit könnte ein jährlicher Etat von einer Million Euro erwirtschaftet werden", sagte Arp und mahnte ein stärkeres Engagement der Hansestadt an: "Hamburg profitiert stark von der Elbvertiefung - dafür muss es aber auch Verantwortung für die Beseitigung von Schäden übernehmen."

Einmütig begrüßten Arp und Zühl den rasch vorangetriebenen Ausbau der A20 mit dem bereits im Jahr 2015 der Verkehr durch den neuen Elbtunnel bei Kollmar rollen soll. Wichtig sei es, die Gemeinde auf allen Ebenen bei der Ausgestaltung des Bauprojektes zu unterstützen. "Ich werde mich dafür einsetzen, das Beste für meinen Wahlkreis herauszuholen", sagte Zühl, der als Kreistagskandidat für die CDU im Raum Kollmar antritt. An Themen sah der selbständige Handwerksmeister dabei auf Jahre hinaus keinen Mangel: "Ein typisches Beispiel ist der Brandschutz im neuen Elbtunnel. So etwas kann eine kleine Gemeindefeuerwehr nicht leisten, da muss eine professionelle Lösung gefunden werden."

Aktuell noch Zukunftsmusik sind Pläne für einen Containerschiff-Hafen im Raum Glückstadt/Kollmar. Eine erste Konzeptstudie bescheinigt dem Projekt, das die günstige Verkehrsanbindung durch den neuen Elbtunnel nutzen soll, erhebliches Potential. "Ideen wie diese unterstreichen, was wir als CDU immer betont haben", sagte Arp: "Mit dem Ausbau der Infrastruktur kommt auch die wirtschaftliche Entwicklung."